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Adidas leidet unter schwachen Foot Locker-Zahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Handelskonflikt drückt auf die Geschäfte von Foot Locker+0,87%. Das Unternehmen verpasste im ersten Quartal den erwartet Umsatz und senkt gleichzeitig den Ausblick aufs Gesamtjahr. Statt einem zweistelligen Wachstum erwartet das Management nunmehr ein einstelliges. Anleger quittierten die schlechten Nachrichten vorbörslich mit einem Kursabschlag von über zehn Prozent. 

Die Nachrichten aus Übersee lasten auch auf den Papieren von Adidas+0,90%, da die Franken viele Schuhe über Foot Locker verkaufen. Die Aktie rutschte am frühen Freitagnachmittag sogar in die Verlustzone. Langfristig bleibt der Sportartikelhersteller aber weiterhin auf Rekordjagd. Die Aktie erklimmt seit Wochen immer neue Höhen. Was bei dem Sportartikelhersteller, der im August 70 Jahre alt wird, los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht:

Die Lage bei Adidas

"Wir werden 70 Jahre alt, aber keine Angst, wir fühlen uns fit wie ein Turnschuh" - diese Losung hatte Rorsted jüngst auf der Hauptversammlung des Unternehmens ausgegeben. Der Sportartikelhersteller will in diesem Jahr noch einen draufsetzen. Umsatz und Gewinn sollen weiter gesteigert werden. Dabei schwächt sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr jedoch ab - ein Grund sind Lieferengpässe insbesondere in den USA.

Für das Jahr sieht Konzernchef Rorsted ein Umsatzwachstum von 5 bis 8 Prozent. Die Profitabilität will er weiter steigern. Der Gewinn aus fortgeführten Bereichen soll um 8 bis 12 Prozent auf 1,845 Milliarden bis 1,915 Milliarden Euro klettern. Bereits 2018 hatte der Sportartikelhersteller bei Umsatz, Gewinn und Aktienkurs neue Bestwerte erreicht. Der von Rorsted eingeschlagene Kurs zahlt sich aus. Die Nachfrage aus den USA, China, Russland und den Schwellenländern steigt

Allerdings sieht sich Adidas auch mit Problemen konfrontiert: Neben der unterschätzen US-Nachfrage hat der Konzern zuletzt Europa vernachlässigt. Das Geschäft schwächelt bereits seit einiger Zeit, Adidas konnte der nachlassenden Begeisterung für die Retro-Schuhklassiker wie Stan Smith oder Superstar nicht schnell genug Neues entgegensetzen. Rorsted hatte zuletzt auf der Hauptversammlung eingeräumt, neue Produkte nicht sorgfältig genug im Markt platziert und auf Trends nicht schnell genug reagiert zu haben.

Die seit Jahren hinter den Gewinnerwartungen zurückbleibende US-Marke Reebok ist hingegen 2018 wieder profitabel geworden. Doch noch muss sich erweisen, ob der Trend nachhaltig ist.

Das sagen die Analysten

Die Marktexperten sind derzeit voll des Lobes. Hatten sie sich nach der Veröffentlichung der Prognose für 2019 noch kritisch geäußert, weil sich das Wachstum abschwächt, sind sie nach dem Verlauf des ersten Quartals, welches über den Erwartungen ausfiel, wieder versöhnt.

Christian Salis von der Privatbank Hauck & Aufhäuser etwa schrieb nach der Bekanntgabe der Zahlen, dass die "exzellente Bruttomarge" von Adidas die Jahresziele konservativ erscheinen lasse. Die Marge ist dabei das, worauf es den Analysten ankommt. 

Die Aktienstory von Adidas hänge am Ergebnispotenzial, meint auch Analyst Piral Dadhania von der kanadischen Investmentbank RBC. Ein eingehender Blick auf Marke und Werbeaktivitäten des Konzerns zeige Effizienz-Fortschritte sowohl in Sachen Marketing als auch auf operativer Ebene.

Derweil hat die Baader Bank das Kursziel von 220 auf 270 Euro angehoben. Analyst Volker Bosse bezeichnet den Sportartikelhersteller als "hervorragend geführtes Unternehmen", gibt sich mit Blick auf die weitere Kursentwicklung aber dennoch vorsichtig und bleibt bei seiner "Hold"-Einstufung. Das Wachstum habe an Fahrt verloren und die Marge werde sich nicht mehr so gut wie noch zum Jahresauftakt entwickeln.

Das macht die Aktie

Die Aktie erklimmt in diesem Jahr immer neue Höhen. Mit einem Plus von über 42 Prozent ist sie der absolute Spitzenreiter im Dax +0,95%. Und nicht nur das - mit dem Kurssprung bei der Marktkapitalisierung hat Adidas nun auch den Sprung unter die Top Ten im deutschen Leitindex geschafft. Die Franken haben damit unter anderem Bayer und Daimler hinter sich gelassen. Generell sind Sportartikelhersteller in diesem Jahr gefragt, auch Konkurrent Puma kommt bislang auf ein Plus von rund 27 Prozent.


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