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Adler und Ado – Vonovia und Hembla: Immobilien-Aktien neu sortiert

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das Immobilien-Unternehmen Adler Real Estate kauft den israelischen Branchennachbar Ado Group. Wie der SDAX +1,24%-Konzern mitteilte, habe sich das Management mit der Ado Group geeinigt. Der israelische Konzern ist der größte Aktionär des in Deutschland ebenfalls im SDAX notierten Wohnimmobilien-Unternehmes Ado Properties.

Adler zahlt im Rahmen der Transaktion 708 Millionen Euro und hält danach 33 Prozent an die auf den Berliner Immobilienmarkt fokussierte Ado Properties. Ein Zeitpunkt für den Abschluss der Übernahme wurde nicht genannt.

Die Transaktion werde zunächst durch einen Akquisitionskredit finanziert, teilte Adler weiter mit. Die Refinanzierung erfolge dann über eine Kapitalerhöhung, Verkaufserlöse von Objekten sowie Fremdkapital. Der Kauf trage auf Basis einer Vollkonsolidierung zu einer Verbesserung der wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens bei.

Adler-Aktien auf tiefstem Stand seit 2016

Aktien von Adler Real Estate -2,29% sind am Montag kräftig unter Druck geraten und zeitweise um mehr als 14 Prozent auf das tiefste Niveau seit 2016 abgesackt. Zuletzt betrug der Kursverlust gut neun Prozent. Die Aktien von Ado Properties  -1,07% legten hingegen in der Spitze um über sechs Prozent zu und notierten zuletzt um 1,7 Prozent über dem Freitagsschluss.

Auch Anteilsscheine von Deutsche Wohnen +0,17% - ebenfalls mit einem Portfolioschwerpunkt Berlin - legten im schwachen Markt zu. Laut dem Analysten Thomas Rothaeusler von der Investmentbank Jefferies lässt der Adler-Übernahmedeal positive Rückschlüsse auf die Bewertung der Berlin-Player zu.

Der Erwerb erfolge zu einem attraktiven Kaufpreis, der unterhalb des Nettovermögenswerts der Ado Group nach der Berechnungsmethode für Immobilien-Unternehmen EPRA liege, sagte Co-Unternehmenschef Tomas de Vargas Machuca laut Mitteilung.

12-Monats-Chart Adler Real Estate (in Euro)

Dividendenpolitik wird überprüft

Durch die Transaktion werde auf Basis einer Vollkonsolidierung ein auf Deutschland fokussiertes Wohnungsunternehmen mit einem Immobilienportfolio im Wert von 9,4 Milliarden Euro geschaffen. Auf dieser Basis würden die Netto-Mieteinnahmen beider Unternehmen bei 366 Millionen Euro und der operative Gewinn, der FFO 1, zwischen 130 bis 140 Millionen Euro liegen. Adler werde eine andere Dividendenpolitik für das laufende Geschäftsjahr prüfen, kündigte Co-Chef Maximilian Rienecker. Insgesamt kommen Adler und Ado auf 81.722 Wohnungen.

In Deutschland insbesondere Berlin weht den Wohnimmobilienkonzernen wegen steigender Mieten ein immer heftigerer Wind in Ballungszentren entgegen. Viele Mieter befürchten, dass sie sich ihre Wohnung aufgrund der anziehenden Mieten in der Stadt bald nicht mehr leisten können. Deshalb will der Berliner Senat mit dem Mietendeckel Obergrenzen einführen.

Rückwirkend zum 18. Juni darf es nach dem geplanten Gesetz keine Mieterhöhungen mehr geben. Ab 2021 dürfen die Mieten um bis zu 1,3 Prozent im Jahr steigen, sofern sie die geplanten Obergrenzen nicht überschreiten. Das sieht der Referentenentwurf für den Mietendeckel vor.

Vonovia kauft Hembla

Auch der Immobilien-Konzern Vonovia -0,44% will sein Geschäft mit einem Milliardenzukauf ausbauen. Vonovia werde 69,3 Prozent der Stimmrechte der schwedischen Hembla AB für 215 Schwedische Kronen (20,08 Euro) je Aktie vom Finanzinvestor Blackstone erwerben, teilte der DAX +0,91%-Konzern am Montag in Bochum mit. Der Gesamtkaufpreis für den Stockholmer Wohnimmobilien-Konzern mit seinen 21.411 Wohnungen liege damit bei 12,2 Milliarden Kronen (rund 1,14 Milliarden Euro). Vonovia-Aktien gaben nach Börsenstart um 0,4 Prozent nach. 

Die Freigabe für die Transaktion durch die schwedischen Wettbewerbsbehörden erwartet Vonovia im Oktober oder November, danach soll ein öffentliches Übernahmeangebot für die restlichen Aktien unterbreitet werden.

"Die Investition in Hembla ergänzt unser Portfolio perfekt", sagte Vonovia-Chef Rolf Buch. Erst im vergangenen Jahr waren die Bochumer mit der Übernahme von Victoria Park mit rund 16 600 Wohnungen in den schwedischen Markt eingetreten. Während sich die Wohnungen von Hembla vor allem im Großraum Stockholm befänden, konzentriere sich das Portfolio von Victoria Park auf die Großstadtregionen Malmö, Stockholm und Göteborg.  Mit Material von dpa-AFX

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