DAX ®9.815,97+1,90%TecDAX ®2.572,06+2,62%Dow Jones22.327,48+3,19%NASDAQ 1007.889,01+3,96%
finanztreff.de

Agrarministerin Klöckner verteidigt strengere Düngeregeln

| Quelle: dpa-afx topthem... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Quelle: dpa-AFX

Deutschland steht unter Druck aus Brüssel, beim Grundwasserschutz nachzusteuern. Bund und Länder arbeiten deswegen an weiteren Düngebeschränkungen, auch wenn bei Landwirte weiter Unmut schwelt.

Burgdorf/Berlin (dpa) - Bundesagrarministerin Julia Klöckner die geplante Verschärfung der Düngevorgaben verteidigt.

Zu behaupten, die Landwirtschaft habe keine Auswirkungen auf die Nitratwerte im Grundwasser, sei «eine steile These», sagte die CDU-Politikerin vor jungen Landwirten in Burgdorf bei Hannover. Die Wasserwirtschaft betonte, striktere Regeln seien notwendig, weil das Grundwasser vielerorts die europäischen Nitrat-Grenzwerte reißt.

Klöckner sagte, sie habe im Ringen mit der EU bereits erreicht, dass verringerte Düngung nicht flächendeckend, sondern nur in belasteten Gebieten gelten solle. Die Messbedingungen müssten zudem bundesweit einheitlich sein.

Deutschland stehe aber nicht am Anfang eines Dialogs mit der EU, sondern am Ende eines juristischen Prozesses. «Wir sind verklagt worden und waren in allen Punkten unterlegen.» Weil Nitratwerte seit Jahren zu hoch sind, hatte die EU-Kommission 2018 beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) Recht bekommen. Daher müssen Bund und Länder weitere Düngebeschränkungen umsetzen.

Umwelt- und Agrarministerium haben kürzlich nochmals überarbeitete Vorschläge nach Brüssel geschickt - die Kommission muss bewerten, ob sie reichen. Wie es am Dienstag in Regierungskreisen hieß, will das Kanzleramt eine Novelle der erst 2017 verschärften Düngeverordnung mit Einvernehmen der Ressorts direkt an den Bundesrat leiten. Dieser soll sich dann in der Sitzung am 3. April damit befassen. Hintergrund ist, dass es sich um eine sogenannte Ministerverordnung handelt, mit der sich nicht zwingend das Bundeskabinett beschäftigen muss.

Viele Bauern warnen, dass weitere Beschränkungen beim Düngen zu geringeren Erträgen führen könnten. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der auch Trinkwasserversorger vertritt, mahnte dagegen, die EU fordere seit Jahren, Nitrateinträge in die Gewässer zu reduzieren. Dafür brauche es zielgerichtete Maßnahmen in belasteten Gebieten, sagte Vizepräsident Karsten Specht. Diese müssten aber auch bundesweit nach den Vorgaben des Gewässerschutzes ausgewiesen werden: «Nur so kann Deutschland gegenüber Brüssel glaubhaft darlegen, dass Worten nun auch endlich Taten folgen.»

Schlagworte:
, , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Marktforscher weisen darauf hin, dass der Neuwagenkauf in Zukunft anders ablaufen könnte. Glauben Sie, dass man einen Neuwagen von Daimler, VW, BMW oder Tesla bald nur noch online kaufen kann?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen