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Airbus-Investor fordert auf HV Antworten auf Verfehlungen

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Stefanie Haxel und Robert Wall

FRANKFURT (Dow Jones)Airbus muss sich auf der Hauptversammlung Fragen zu den laufenden Korruptionsermittlungen gefallen lassen. Der Vertreter der DWS kündigte an, den Vorstand und Aufsichtsrat des Flugzeugbauers wegen der laufenden Untersuchungen nicht zu entlasten. Er forderte mehr Informationen zum Stand der internen Ermittlungen von Airbus.

Nicolas Huber, Head of Corporate Governance der DWS, fragte laut Redetext unter anderem, welcher Ausschuss die internen Ermittlungen zu den Korruptionsvorwürfen überwache und wann mit dem Abschlussbericht zu rechnen sei. Er forderte zudem auch mehr Transparenz bei den Honoraren der Wirtschaftsprüfer ein. Die DWS hält laut Hubers Angaben zufolge aktuell 5,6 Millionen Airbus-Aktien, was einem Volumen von rund 530 Millionen Euro entspricht.

Huber kritisierte zudem, dass einige Kandidaten für das Kontrollgremium zu viele Aufsichtsratsmandate hätten. Ein Vorstandsmandat bei Airbus erfordere gegenwärtig die volle Aufmerksamkeit, sagte Huber. Die DWS sieht mehr als drei Mandate als problematisch, da die Aufsichtsräte ihre Pflichten dann nicht mehr angemessen erfüllen könnten. Dies betreffe Victor Chu, den CEO der First Eastern Investment Group, der auf der Hauptversammlung für John Parker in den Aufsichtsrat gewählt werden soll.

Bei dem ehemaligen Chef der Deutschen Telekom, Rene Obermann, und beim CEO des Chemiekonzerns Solvay, Jean-Pierre Clamadieu, die auch zur Wahl in das Gremium stehen, sieht Huber dagegen keine Probleme.

Auch dürften die Amtszeiten nicht zu lang sein, um die Unabhängigkeit des Aufsichtsrates zu wahren. "Nach zehn Jahren in einem Gremium können wir einen Kandidaten nicht mehr als unabhängig betrachten", so Huber. Zwar sei die Erfahrung, die damit einhergehe, zu schätzen. Es sei jedoch problematisch, wenn die Mehrheit der Aufsichtsräte oder gar der Vorsitzende des Revisonsausschusses (Audit Committee) nicht unabhängig sei.

Airbus hat mit Korruptionsvorwürfen und anderen Fehltritten zu kämpfen. Die britische Serious Fraud Office (SFO) untersucht Korruptionsvorwürfe gegen das Unternehmen in Saudi-Arabien. US-Behörden haben eine Untersuchung wegen einer möglichen Verletzung von Exportvorgaben für Rüstungsgüter eingeleitet. Britische und französische Behörden beschäftigen sich mit der Auftragsvergabe bei Zivilflugzeugen.

Der Konzern hatte mitgeteilt, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Er hatte zudem vor erheblichen Strafen gewarnt.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/sha/mgo/ros

END) Dow Jones Newswires

April 11, 2018 04:54 ET ( 08:54 GMT)

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