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Airbus startet durch

| Quelle: Marcus Landau | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Airbus verkauft inzwischen mehr Flugzeuge als Boeing. Im Vergleich der beiden weltgrößten Flugzeughersteller schneiden die Europäer gegenüber den Amerikanern in diesem Jahr deutlich besser ab.

Bald ist es soweit: Airbus ist drauf und dran Boeing als größten Flugzeugbauer der Welt abzulösen. Die Europäer (Airbus) haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres 571 Jets ausgeliefert – bei den Amerikanern (Boeing) waren es im gleichen Zeitraum lediglich 302 Maschinen. Hauptgrund für die diesjährige Misere bei Boeing sind die Unglücksflieger des Typs 737 Max. Zwei von ihnen waren in Indonesien und Äthiopien abgestürzt – vermutlich wegen Softwareproblemen. Dabei starben 346 Menschen. Das in Folge seit März 2019 verhängte Flugverbot für die 737-Max-Maschinen hinterlässt eine bittere Bilanz: Im Vergleich zum vergangenen Jahr brachen die Flugzeugauslieferungen nach neun Monaten um 47 Prozent ein.

 

Airbus konzentriert sich auf kleinere Maschinen

Ursprünglich wollten die Amerikaner rund 900 Flieger in diesem Jahr verkaufen – von diesem Ziel haben sie sich längst verabschiedet. Bei Airbus hingegen läuft es rund. Ein Grund dafür ist kurioserweise die Entscheidung des europäischen Konzerns, die Produktion des A380 in zwei Jahren auslaufen zu lassen. Das Großraumflugzeug soll wegen fehlender Aufträge nicht mehr produziert werden. Der Großkunde Emirates hatte die Bestellung für den Flieger um 39 Maschinen reduziert. Emirates setzt stattdessen auf andere, neuere Airbus-Modelle. Damit machen sie es vielen Fluggesellschaften nach, die zunehmend von den großen, spritschluckenden Maschinen abrücken und Modelle des kleinen und mittleren Typs in den Fokus nehmen.

Nach Ansicht von Analysten kann sich Airbus jetzt auf das gut laufende Geschäft mit den kleineren Maschinen und spritsparende Technologien konzentrieren

Wo Licht ist, gibt es jedoch auch Schatten. Ob das von Airbus anvisierte Jahresziel 880 bis 890 Verkehrsflugzeuge auszuliefern erreicht wird, ist noch offen. Angesichts der bislang 571 gelieferten Jets könnte es eng werden. Außerdem traten jüngst US-Strafzölle EU-Produkte in Kraft. In Europa hergestellte Flugzeuge werden in den USA um zehn Prozent teurer. Flugzeugteile bleiben jedoch verschont. Es gibt aber noch einen zweiten Rechtsstreit: Die EU klagt gegen US-Subventionen, die es für Boeing gab. Diesen Fall hat die Welthandelsorganisation (WTO) zugunsten der EU entschieden. Im April nächsten Jahres wird die WTO festlegen, wie hoch die Strafzölle sind, die die EU deshalb auf US-Importe verhängen darf.

 

Mit Optionsscheinen auf Airbus setzen

Alles in allem deutet einiges auf weiteres Aufwärtspotenzial für Airbus hin. Für Anleger, die das genau so sehen, bieten sich Call-Optionsscheine auf den europäischen Konzern an. Ein Beispiel ist der Schein der DZ BANK (WKN: DF1YXF), der bis Ende März 2020 läuft. Der Basispreis liegt bei 97 Euro und damit unter dem aktuellen Niveau der Airbus-Aktie, die derzeit bei 123 Euro notiert. Der Hebel beträgt aktuell rund 5. Der Hebel wirkt wie bei allen Optionsscheinen in beide Richtungen. Daher ist ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals möglich (Totalverlustrisiko).

Für Anleger, die hingegen fallende Airbus-Kurse erwarten, eignen sich Put-Optionsscheine. Mit ihnen profitieren Anleger überproportional von fallenden Kursen. Ein Beispiel ist der Put-Schein der DZ BANK, der ebenfalls bis Ende März 2020 läuft (WKN: DF4PVH). Der Hebel liegt aktuell bei ungefähr 7. Notiert Airbus zum Laufzeitende auf oder über dem Basispreis von 138 Euro, kommt es zum Totalverlust.

Wesentliche Informationen zu den Produkten sind dem maßgeblichen Basisinformationsblatt zu entnehmen. Der jeweilige Basisprospekt, etwaige Nachträge und die Endgültigen Bedingungen sind auf www.dzbank-derivate.de/DF1YXF bzw. www.dzbank-derivate.de/DF4PVH veröffentlicht.

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Marcus Landau

Marcus Landau Marcus Landau, Derivate-Experte bei der DZ BANK, schreibt zu aktuellen Markt- und Produktthemen. Als Abteilungsdirektor Public Distribution ist er bei der DZ BANK für die Bereiche Vermarktung und Emission von Hebelprodukten und Zertifikaten mitverantwortlich und besitzt rund 15 Jahre Branchenerfahrung. In seinen Kommentaren beleuchtet er regelmäßig verschiedene Märkte und zeigt Handlungsmöglichkeiten für Anleger und Trader auf.

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