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Airbus: Umbaupläne stoßen auf Kritik

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die deutschen Airbus-Belegschaften und die IG Metall laufen Sturm gegen die Umbaupläne des Flugzeugbauers. Sie wollen der Konzernführung an diesem Dienstag in Betriebsversammlungen an allen deutschen Standorten entschieden die "rote Karte" zeigen und so ihre Kritik an den Umbauplänen des DAX-Konzerns äußern. 

"Einer Zerschlagung und einem Verkauf von Teilen des Konzerns erteilen die Beschäftigten eine deutliche Absage", sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, am Dienstag. Proteste sind an den norddeutschen Standorten in Hamburg, Bremen und Stade sowie bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec in Nordenham und Varel sowie Augsburg geplant.

IG Metall sieht tausend Arbeitsplätze in Gefahr

Aus Sicht der IG Metall dürften nach früheren Angaben gut 10.000 Beschäftigte von den Planungen betroffen sein. Deutschlands größte Gewerkschaft fürchtet auf längere Sicht Verlagerungen von Teilen der Produktion in Billiglohnländer, Entgeltkürzungen für die Belegschaft und einen Verkauf der ausgegründeten Unternehmensteile. 

"Nach wie vor ist vieles unklar. In Deutschland soll die Einzelteilefertigung verkauft werden, aber in Frankreich in die neue Tochterfirma integriert werden", kritisieren die Betriebsräte. "Für die Einzelteilefirma solle es bereits potenzielle Käufer geben, obwohl der Verkaufsprozess noch gar nicht begonnen hat." 

Auch die Produktion von Bestandteilen des Eurofighters sei ungewiss. Der Konzernführung werfen sie Unfairness vor und fordern "Zukunft für unsere Standorte und Beschäftigte!". Von einem Treffen des Europäischen Betriebsrates mit dem Management am Mittwoch verspricht sich die IG Metall weitere Informationen.

Konzernchef kündigt Umbaumaßnahmen an 

Airbus-Chef Guillaume Faury hatte vor rund vier Wochen angekündigt, dass die Flugzeugproduktion in Deutschland und Frankreich neu aufgestellt werden soll. Dazu sollen in den beiden Ländern jeweils neue Unternehmen gegründet werden, die vollständig zu Airbus gehören. 

Zudem soll eine neue Einheit mit Sitz in Deutschland gegründet werden, die sich auf die Fertigung von Einzelteilen und Kleinkomponenten konzentriert. Begründet wird die neue industrielle Struktur mit den Herausforderungen im Flugzeugbau, zu denen neben den voraussichtlich noch Jahre währenden Folgen der Corona-Pandemie auch die Entwicklung neuer emissionsfreier Flugzeuge zählt. 

Das macht die Airbus-Aktie 

Ungeachtet der drohenden Proteste zog die Airbus-Aktie ±0,00% am Dienstagmorgen um 0,7 Prozent auf 97,59 Euro an. Damit summieren sich die Kursgewinne seit Jahresanfang inzwischen auf fast neun Prozent. Vor Beginn der Corona-Pandemie notierten die Papiere jedoch mit Kursen um 138 Euro rund ein Drittel höher. 

Sechs-Monats-Chart Airbus (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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