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Aixtron: Besser als erwartet

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

 Der Spezialanlagenbauer Aixtron ist besser ins Jahr gekommen als die meisten Experten erwartet hatten. Zu schaffen machte dem Unternehmen allerdings weiter die Investitionszurückhaltung vieler Kunden. Dies drückte auf den Auftragseingang. Angesichts der jüngsten Schwäche der Halbleiterindustrie, einem wichtigen Abnehmer Aixtrons, war dies aber für Experten auch keine allzu große Überraschung.

In den ersten drei Monaten ging das Volumen der neuen Aufträge im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel auf knapp 54 Millionen Euro zurück, teilte das Unternehmen am Dienstag in Herzogenrath mit. Dies spiegele die Zurückhaltung der Kunden bei Investitionen wider, sagte Vorstand Bernd Schulte.

Gestützt auf den starken Auftragseingang im vergangenen Jahr setzte Aixtron in den ersten drei Monaten des Jahres fast 69 Millionen Euro um – ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die ersten Monate des Jahres 2019 waren laut Schulte das stärkste Auftaktquartal seit vielen Jahren.

Ein Wermutstropfen dabei war, dass der Anteil der margenschwächeren LED-Anlagen stieg und dies auf die Profitabilität drückte. Da die Betriebsaufwendungen aber gedrückt werden konnten, zog der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 23 Prozent auf fast zehn Millionen Euro an.

Damit schnitt Aixtron beim Umsatz und Ebit besser ab, als die von Bloomberg befragten Experten erwartet hatten. Das Unternehmen bestätigte zudem die Prognosen für 2019 – sowohl für den Umsatz als auch das operative Ergebnis sowie den Auftragseingang, auch wenn hier die Entwicklung der Zurückhaltung der Kunden in der Optoelektronik zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau vorhersehbar ist.

Investoren taten sich schwer, das Ergebnis und den Ausblick einzuordnen. Die im SDax +0,45% und TecDax -0,01% notierte Aixtron-Aktie -2,22% gab am Vormittag bis zu fünf Prozent nach, unterschritt dabei sogar kurzzeitig die 200-Tage-Linie (siehe Chart unten). Bis zum Nachmittag konnte sich der Wert aber ins Plus vorarbeiten. Zuletzt legte das Papier auf 9,99 Euro zu und baute damit die Gewinne der vergangenen Wochen aus.

Die Aktie pendelt seit Dezember in einer Spanne zwischen knapp unter 8 und etwas mehr als 10 Euro. Viele Experten wie die Analysten von Barclays und Warburg Research trauen dem Papier zu, bald aus dieser Seitwärtsbewegung auszubrechen. So bestätigte Warburg-Analyst Malte Schuman seine Kaufempfehlung für das Papier mit einem Kursziel von 11,50 Euro.

Der kleine Maschinenbauer mit seinen gerade etwas mehr als 600 Mitarbeitern war Ende 2016 in den Fokus der Weltpolitik geraten, als ein chinesischer Investor ihn übernehmen wollte. Dieser Versuch war dann am Übernahmeveto des damaligen US-Präsidenten Barack Obama gescheitert.

Dieser hatte Sicherheitsbedenken angemeldet, da Aixtron in den Vereinigten Staaten einen Standort hat und die Anlagen von Aixtron auch militärisch genutzt werden können. Sein Veto war für die Anleger allerdings ein Segen. Der chinesische Investor Fuijan Grand Chip (FGC) hatte damals 6 Euro je Aktie oder insgesamt 676 Millionen Euro geboten – aktuell ist Aixtron wieder etwas mehr als 1,1 Milliarden Euro wert.

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Aixtron (in Euro)
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