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Aixtron: So hilft Samsung dem Spezialmaschinen-Bauer

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die jüngste Ankündigung des koreanischen Display-Herstellers Samsung, viel Geld in OLED-Technologie für Fernseher stecken zu wollen, sorgt für Fantasie auch beim deutschen SDAX-Wert Aixtron. Die OLED-Technik gilt für den Maschinenbauer als wichtiges Standbein mit Zukunftsperspektiven. Für Uwe Schupp von der Deutschen Bank ist es sehr bedeutend für den Spezialmaschinen-Bauer, dass die Koreaner im großen Stil in OLED-Technologie für ihre Fernseher investieren wollen. Umgerechnet sollen bis 2025 fast 11 Milliarden US-Dollar in die Technik fließen.

Laut dem Analysten Malte Schaumann von Warburg Research liebäugelt Aixtron damit, in die Produktion von OLEDs mit seiner organischen Abscheidungstechnologie (OVPD) vorzudringen. Schnelle Auswirkungen werde dies aber wohl nicht haben, schränkte der Experte wegen der noch im Entwicklungsstadium befindlichen Technologie ein. Er glaubt, dass erste Produktionslinien von Samsung im Jahr 2021 umgestellt werden, was für OVPD ein Jahr zu früh kommen könnte. Bis Anfang 2020 sei lediglich mit einer Pilotversion dieser revolutionären Technologie zu rechnen.

Wie sein Kollege Schupp von der Deutschen Bank näher erläuterte, sollte die Ankündigung aber die Akzeptanz für OLED-Anlagen des Typs "Gen2" stärken, mit denen Aixtron auf eine Eignung für OVPD-Technologie hinarbeite. Aixtron habe durch ein zuletzt mit der koreanischen Firma Iruja gebildetes Joint-Venture beste Voraussetzungen, um Canon Tokki als Partner von Samsung abzulösen. Aixtron selbst habe zuletzt immer wieder von Meilensteinen in der Geschäftsbeziehung zu einem "großen asiatischen Display-Hersteller" gesprochen. Dabei dürfte es sich wohl um Samsung handeln, mutmaßt Schupp. Die Einstufung für Aixtron beließ er auf "Buy" mit einem Kursziel von 13 Euro belassen.

Die Aktien von Aixtron +0,07% bekamen am Montag Rückenwind von den geplanten Investitionen von Samsung . Vergangene Woche noch bei 8,50 Euro auf ein Tief seit Juli gefallen, stiegen sie zum Wochenstart anfangs bis auf 9,41 Euro. Dann aber flachte der Schwung wieder etwas ab und die Aktien kosteten zuletzt noch 9,23 Euro. Das war immer noch ein Tagesplus von knapp vier Prozent.

Bislang hat die Aixtron-Aktie in diesem Jahr ein Auf und Ab hinter sich. Per Saldo liegen sie mit einem Anstieg um fast acht Prozent Plus im Mittelfeld des SDAX , der in diesem Jahr prozentual etwa doppelt so stark gestiegen ist. Durch den Anstieg am Montag wagten Aixtron aber einen Test der exponentiellen 200-Tage-Linie, die aktuell bei knapp 9,40 Euro verläuft und bei charttechnisch orientierten Anlegern ein beliebter Indikator für den langfristigen Trend ist. Mit den in der Spitze erreichten 9,41 Euro standen sie zwar knapp darüber, konnten dieses Niveau dann aber nicht verteidigen.

Mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart Aixtron (in Euro)
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