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AKTIE IM FOKUS 2: Jost-Aktionäre versprechen sich viel von Übernahme in Schweden

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
(neu: Aktienkurs, Analysten und mehr Details)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Übernahme des schwedischen Herstellers von landwirtschaftlichen Frontladern Alö macht den Aktionären des Lkw-Zulieferers Jost Werke -1,13% Hoffnung auf eine stabilere Geschäftsentwicklung und kräftiges Wachstum. Die Jost-Aktien schnellten am Freitag bis auf 35,70 Euro nach oben, womit sie sich ihrem April-Hoch von 36,25 Euro weiter näherten. Zuletzt führen sie den Nebenwerte-Index SDax -0,77% mit einem Plus von mehr als sechs Prozent auf 35,50 Euro an.

Laut Analyst Franz Schall von Warburg Research kaufen die Hessen mit Alö eine weitere starke Marke. Jost sei nun gut aufgestellt, um in neue Märkte vorzudringen und das Wachstum in Asien zu beschleunigen. Zudem stärke der Kauf die Widerstandskraft gegen generelle Konjunkturschwankungen, da der Wirtschaftszyklus in der Landmaschinenbranche ein anderer sei als im Lkw-Geschäft. Jost verringere also die Abhängigkeit von der Lkw- und Trailerbranche, was gerade 2020 helfen dürfte.

So würde Alö mit einem für 2019 prognostizierten Umsatz von rund 200 Millionen Euro bereits rund ein Fünftel zum Gesamtumsatz von Jost beitragen. Zudem dürfte Alö Unternehmensangaben zufolge im laufenden Jahr einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 25 bis 26 Millionen Euro erzielen, der 2020 auf 27 bis 31 Millionen steigen soll.

Analyst Schall hob mit Blick auf das Gewinnziel hervor, dass dabei Synergien durch die Übernahme noch nicht berücksichtigt würden. Er signalisiert damit, dass unter sonst gleichen Voraussetzungen auch mehr Gewinn möglich sein könnte. In diesem Zusammenhang muss laut dem Warburg-Experten auch der Kaufpreis für Alö gesehen werden. Händler bezeichneten diesen als hoch.

Für den Experten Frederik Bitter von der Privatbank Hauck & Aufhäuser ist die Übernahme ein mutiger Schritt. Auch er hebt das breiter werdende Produktportfolio nebst der Kundenbasis hervor. Sollte der Deal gut umgesetzt werden, würde er zum starken Gewinnmargenprofil des deutschen Lkw-Zulieferers beitragen.

Beide Analysten trauen den Jost-Aktien weitere Kursgewinne zu. Schall errechnet ein Ziel von 45 Euro, Bitter kommt sogar auf 53 Euro. Damit traut der Analyst von Hauck & Aufhäuser den Papieren mittelfristig ein Rekordhoch zu.

Die aktuelle Bestmarke von 49,50 Euro hatten die Anteilsscheine des Unternehmens, das Mitte 2017 zu 27 Euro je Aktie an die Börse gegangen war, im November des selben Jahres erreicht. Anschließend fiel der Kurs im Sog von Konjunktursorgen und der Furcht vor einer Schwäche des globalen Lkw-Markts bis auf ein Tief von 23,55 Euro im Oktober 2019. Seither hat sich der Kurs um rund 50 Prozent erholt./mis/tih/jha/




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