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Aktien Europa: Kurse geben nach - Spannungen zwischen China und USA belasten

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Freitag nachgegeben und damit die Serie von Anstiegen der vergangenen Tage unterbrochen. Verluste an den US-Börsen sowie die zunehmenden Spannungen zwischen China und den USA belasteten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +2,84% sank zuletzt um 1,03 Prozent auf 3062,54 Punkte.

Auch an den großen Länderbörsen ging es nach unten. In Paris büßte der Cac 40 +2,49% 1,09 Prozent auf 4719,24 Punkte ein, während der britische Leitindex FTSE 100 1,06 Prozent auf 6153,02 Zähler fiel.

Hatten in den vergangenen Tage noch die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung dank der massiven Maßnahmen von Regierungen und Notenbanken die Märkte nach oben getrieben, richtete sich der Blick nun auf die Spannungen zwischen den USA und China. "Der ewige Streit zwischen den USA und China könnte wieder ein Thema werden", schrieb Marktanalyst Christan Henke vom Broker IG Markets in einem Kommentar. "Und erneut geht es um mögliche Strafzölle gegen Peking."

Auslöser ist das umstrittene Sicherheitsgesetz für Hongkong. US-Präsident Donald Trump will sich an diesem Freitag zu Maßnahmen wegen des vom chinesischen Volkskongress verabschiedeten Gesetzes äußern. Dieses umgeht Hongkongs Parlament und wäre der bisher weitgehendste Eingriff in die eigentlich garantierte Autonomie. Henke rechnet damit, dass Trump "einen harten Ton anschlagen" wird. Die Verhältnis von China und den USA ist auch wegen der Corona-Krise belastet. Trump wirft China vor, das Coronavirus nicht an der Quelle eingedämmt zu haben

Die Verluste an den europäischen Börsen erstreckten sich über alle Branchen. Stärker unter Druck standen dabei Bankwerte und Tourismusaktien, die zu den Profiteuren der vorangegangenen Erholung gehört hatten. Der Autosektor gab ebenfalls deutlich nach. Renault +4,51% erwartet wegen seiner Kostensenkungspläne eine Belastung von rund 1,2 Milliarden Euro. Der in finanzielle Schwierigkeiten steckende Autobauer will weltweit fast 15 000 Stellen abbauen. Renault fielen um über 5,9 Prozent. Auch die Aktien der Zulieferer gaben nach. Die Gewinnerwartungen für die Branche stabilisierten sich zwar, schrieb Analystin Victoria Greer von Morgan Stanley in einer Branchenstudie. Nach der jüngsten Kursrally sei das aber schon großteils eingepreist.

Besser schlugen sich defensive Sektoren wie Pharma, Versorger und Telekommunikation. Unter den Einzelwerten stachen hier Enel +2,14% mit einem Plus von 1,3 Prozent hervor. Credit Suisse +2,73% hatte das Kursziel angehoben und die positive Einstufung bestätigt. Noch stärker ging es bei dem Technologiewert Adyen +1,02% mit 2,8 Prozent nach oben. Jefferies hatte das Kursziel für den Online-Zahlungsspezialisten deutlich von 967 auf 1301 Euro angehoben und seine Kaufempfehlung bestätigt./mf/stk


Quelle: dpa-AFX
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