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Aktien Frankfurt: Anleger warten nach US-Zinsentscheid auf EZB-Marschrichtung

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein schnelleres Ende der Niedrigzinspolitik in den USA hat den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag belastet. Zudem herrscht Unsicherheit, was genau die Europäische Zentralbank (EZB) im Zuge ihrer Zinsentscheidung für den Euroraum an diesem Tag mitteilen könnte. "Börsianer warten mit Spannung darauf, ob EZB-Präsident Mario Draghi heute neue Details zum Ende des Anleihekaufprogramms liefert", sagte Thomas Altmann von QC Partners. Größere Schwankungen im Dax seien daher im weiteren Tagesverlauf nicht ausgeschlossen.

Bis zur Mittagszeit allerdings verlief der Handel in recht ruhigen Bahnen, wobei der deutsche Leitindex um 0,26 Prozent auf 12 857,28 Punkte nachgab. Ähnlich sah es für den Leitindex der Eurozone aus. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,19 Prozent auf 26 796,57 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,03 Prozent auf 2904,21 Zähler.

Auch den Euro-Kurs dürften die Anleger im Blick behalten, denn trotz der Signale der Fed kletterte er wieder deutlich über die Marke von 1,18 US-Dollar. Ein stärkerer Euro kann den Dax belasten, der zur Wochenmitte ohnehin abermals am Widerstand über 12 900 Punkten abgeprallt war. Die US-Notenbank Federal Reserve hatte den Leitzins am Mittwoch erwartungsgemäß angehoben. Für den weiteren Jahresverlauf stellt sie nun aber zwei statt nur noch einen Zinsschritt in Aussicht.

Im Dax büßten die Anteile von Thyssenkrupp am Index-Ende 1,6 Prozent ein, während die Aktien der Deutschen Post an der Spitze um 1,4 Prozent zulegten und sich damit weiter von ihren jüngst kräftigen Kursverlusten erholten.

Ansonsten standen vor allem kleinere Werte im Blick. Die Aktien von Gerry Weber brachen um 7,2 Prozent ein und sackten zeitweise auf den tiefsten Stand seit September 2005. Der im März aus dem SDax geflogene Modekonzern hat seine Jahresziele gekappt.

Die Papiere des IT-Vermieters Grenke büßten nach einer Kapitalerhöhung im Volumen von rund 200 Millionen Euro im SDax 5,5 Prozent ein. Die Titel von Bertrandt , eines Entwicklungsdienstleisters für die Autoindustrie, verloren nach vorgelegten Quartalszahlen 2 Prozent an Wert./ck/stw

Von Claudia Müller, dpa-AFX


Quelle: dpa-AFX
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