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Aktien Frankfurt Ausblick: Erholung wird weiter auf die Probe gestellt

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Zu Beginn der dritten Handelswoche im neuen Jahr wird die Erholung am deutschen Aktienmarkt weiter auf die Probe gestellt. Überraschend schwache Außenhandelsdaten aus China und die Ungewissheit vor der am Dienstag anstehenden Abstimmung über das Brexit-Abkommen im britischen Parlament dürften die Kurse zunächst belasten. Zugleich sollte es wieder lebhafter an den Märkten zugehen, denn viele Marktteilnehmer sind aus dem Urlaub zurück. In den USA startet zudem allmählich die Berichtssaison und die Börsenumsätze dürften entsprechend wieder steigen.

Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax signalisierte rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,75 Prozent auf 10 805 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ähnlich schwach erwartet.

In der vergangenen Woche hatte der deutschen Leitindex Dax trotz kleinerer Rückschläge insgesamt noch ein Plus von etwas mehr als ein Prozent retten können, in der verkürzten Handelswoche zum Jahresauftakt war es um fast zwei Prozent nach oben gegangen.

"Die Verunsicherung über den Brexit wird noch eine ganze Woche andauern", sagte Chefstratege Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank . Denn im Fall einer Ablehnung des Abkommens mit der EU müsse die Regierung May binnen drei Tagen einen Plan B vorlegen und stehe mithin "enorm unter Zeitdruck".

Neben den Ungewissheiten rund um den Ausstieg Großbritanniens aus der EU halten aber auch der Handelskrieg zwischen den USA und China und die immer noch teilweise geschlossenen US-Behörden (Government Shutdown) die Märkte in Atem.

Unter den Einzelwerten hierzulande dürften am Morgen die Papiere von Continental mit Zahlen in den Blick rücken. Vorbörslich gaben sie auf der Handelsplattform Tradegate rund 2 Prozent ab. Der Autozulieferer meldete Eckdaten zum abgelaufenen Jahr und verunsicherte dabei, denn der Konzern will keine konkreten Prognosen mehr machen, sondern sie nur noch in Bandbreiten angeben, wie dies "branchenüblich" sei. Der sich im Umbau befindliche Konzern wurde 2018 - wie die gesamte Autobranche auch - vom plötzlichen Abschwung der Autokonjunktur getroffen. Gleich zwei Mal hatte er seine Gewinnprognosen gekappt. Daher warteten Investoren vor allem nun auf Aussagen zum neuen Jahr.

Die Papiere von Dialog Semiconductor büßten auf Tradegate rund 5 Prozent ein. Der Chipentwickler hatte im vierten Quartal das untere Ende seiner Umsatzprognose erreicht.

Derweil informierte der Flughafenbetreiber Fraport über sein Verkehrsaufkommen im abgelaufenen Jahr. 2018 wurden mit bald 70 Millionen Fluggästen so viele Passagiere wie noch nie am Frankfurter Flughafen abgefertigt. Vorbörslich tat sich allerdings nicht, so wie auch die Lufthansa -Papiere sich kaum bewegten. Nach dem Rückgang der Ölpreise in den vergangenen Monaten muss die Fluggesellschaft 2019 voraussichtlich weniger Geld für Kerosin ausgeben als bisher geplant. Dies geht aus einer Präsentation für Investoren hervor.

Am frühen Nachmittag dürfte sich das Interesse dann in Richtung Bankenbranche verschieben und könnte vor allem die Aktien der Deutschen Bank bewegen, denn dann wird in den USA die Citigroup über das letzte Quartal des alten Jahres berichten./ck/mis


Quelle: dpa-AFX
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