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Aktien Frankfurt Ausblick: Weiterer Erholungsversuch nach Dow-Rekordhoch

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Zum Ende einer bislang schwachen Woche könnte der deutsche Aktienmarkt noch einmal einen Erholungsversuch starten. Rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax +0,26% als Indikator für den Leitindex ein Plus von 0,42 Prozent auf 12 384 Punkte. Damit deutet sich für den Leitindex auf Wochenbasis ein Verlust von rund 1,5 Prozent an.

In der Vorwoche hatte der Dax mit 12 656 Punkten noch einen Höchststand seit August vergangenen Jahres erreicht. In der laufenden Woche fiel er dann um bis zu 2,1 Prozent zurück auf 12 307 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 -0,08% zeichnete sich am Freitag vor dem Handelsstart ein Auftaktgewinn von 0,3 Prozent ab.

Unterdessen ging der Dow Jones Industrial -0,25% wieder auf Rekordjagd und kletterte am Vorabend erstmals über 27 000 Punkte. Die anderen großen US-Indizes schlugen sich mit Rekorden im Wochenverlauf ebenfalls besser als der Dax. "Der Dax wird sich ins Wochenende konsolidieren - wenig Dynamik nach oben, aber mit der Gefahr des Abrutschens", vermutet der technische Analyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel.

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien der Deutschen Bank +0,61% einen Blick wert sein. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate stiegen sie im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag zuletzt um 1,9 Prozent auf 6,715 Euro. Die Schweizer Großbank UBS stufte die Anteilsscheine von "Sell" auf "Neutral" hoch und hob das Kursziel von 5,70 auf 6,60 Euro an. Mit den zuletzt angekündigten Umbaumaßnahmen sehe das Chance/Risiko-Profil der Bank ausgeglichener aus, schrieb Analyst Daniele Brupbacher.

Zudem teilte die Deutsche Bank mit, dass beim geplanten Konzernumbau auch hierzulande in nennenswertem Umfang Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. "Natürlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl an Stellen wegfallen", sagte Vorstandschef Christian Sewing dem "Handelsblatt". Wie viele es sein werden, sagte er nicht. Das Geldhaus hatte angekündigt, sich unter anderem aus dem Aktienhandelsgeschäft zurückzuziehen und bis Ende 2022 weltweit rund 18 000 von zuletzt rund 91 000 Vollzeitstellen zu streichen.

Bei Axel Springer +0,08% haben sich Vorstand und Aufsichtsrat für das Übernahmeangebot des US-Finanzinvestors KKR ausgesprochen. Mit 63 Euro je Aktie sei das Angebot fair und biete eine attraktive Prämie für die Aktionäre, teilte der Medienkonzern mit. Damit liege der Preis pro Aktie knapp 40 Prozent über dem unbeeinflussten Börsenschlusskurs von 45,10 Euro vom 29. Mai. Auf Tradegate zeigten sich die Aktien zuletzt kaum verändert bei 61,88 Euro.

Volkswagen -0,62% und Ford -2,35% bauen ihre Zusammenarbeit aus. Das kündigte VW -0,62% am Donnerstagabend nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Wolfsburg an. Was genau die neue Allianz umfasst, wollen VW-Konzernchef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett am Freitagnachmittag in New York bekanntgeben. Bisher kooperieren die Unternehmen bereits im Bereich leichter Nutzfahrzeuge und Pick-ups, um Hunderte Millionen Euro in der Entwicklung zu sparen. Die VW-Vorzugsaktien legten auf Tradegate zuletzt um 0,4 Prozent zu.

Die Fielmann-Papiere +0,08% rücken nach einer verhaltenen Studie in den Blick. Die britische Investmentbank HSBC stufte die Aktien von "Buy" auf "Hold" ab. Das erste Halbjahr der Optikerkette habe den Erwartungen entsprochen, schrieb Analyst Paul Rossington. Dass aber der Jahresausblick für den Vorsteuergewinn nicht angehoben worden sei, begrenze das kurzfristige Potenzial der Aktie. Die Papiere werden am Freitag aber auch ex Dividende gehandelt.

Die HSBC stufte auch die Aktien von Siemens Healthineers +0,37% von "Buy" auf "Hold" ab und senkte das Kursziel von 42 auf 41 Euro. Ähnlich wie in den vorangegangenen Quartalen dürfte auch im abgelaufenen Geschäftsquartal des Medizintechnikkonzerns ein schwaches Diagnostikgeschäft belastet haben, schrieb Analyst Richard Latz in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Papiere büßten auf Tradegate rund 2 Prozent ein./edh/mis


Quelle: dpa-AFX
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