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Aktien Frankfurt: Dax baut Gewinne aus - Wieder klar über 13 000 Punkten

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kampf des Dax um die 13 000 Punkte geht weiter. Am Donnerstag baute der deutsche Leitindex seine Anfangsgewinne aus und stand um die Mittagszeit 0,56 Prozent im Plus bei 13 071,70 Punkten. Damit machte er seine moderaten Vortagsverluste mehr als wett und konnte sich etwas oberhalb der viel beachteten runden Marke festsetzen. Seit Mitte November ist der Dax in einer engen Handelsspanne zwischen 12 800 und 13 200 Punkten gefangen.

Aktuell zeige sich das Börsenbarometer unbeeindruckt von der möglichen Eskalation politischer Krisen, schrieb Analyst Timo Emden vom Research-Dienst DailyFX Deutschland. Die Stimmung könnte jedoch schneller kippen als gedacht und erneut für einen kräftigen Dämpfer sorgen. Emden verwies auf Nordkorea sowie die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, was auf massive Kritik vor allem in der arabischen Welt stieß. Diplomaten, Politiker und Wissenschaftler sehen darin eine große Gefahr für den Friedensprozess in Nahost.

Von den Überseebörsen kam kein Rückenwind für den Dax: In Asien fanden die wichtigsten Handelsplätze keine gemeinsame Richtung. An der Wall Street hatten der Leitindex Dow Jones Industrial und der marktbreite S&P 500 ihre anfänglichen Gewinne im Handelsverlauf großteils wieder abgegeben. Technologiewerte hatten sich dagegen vom jüngsten Rücksetzer etwas erholt.

Für den deutschen Technologiewerte-Index TecDax ging es am Donnerstag entsprechend um 0,33 Prozent auf 2482,86 Zähler hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,40 Prozent auf 3575,96 Punkte vor. Dagegen ließ der erneute Kurssturz des Möbelhändlers Steinhoff den MDax der mittelgroßen deutschen Werte um weitere 0,33 Prozent auf 26 291,51 Punkte sinken.

Nachdem die Steinhoff-Titel bereits am Mittwoch fast zwei Drittel an Wert verloren hatten, ging es nun um knapp 29 Prozent bergab auf 0,785 Euro. Ein Händler riet dazu, die Finger weiter von der Aktie zu lassen. Am Vortag hatte das Unternehmen im schwelenden Bilanzskandal die Notbremse gezogen und sich wegen Unregelmäßigkeiten in den Büchern von seinem Chef Markus Jooste getrennt. Zudem verschob Steinhoff die Vorlage der Jahreszahlen auf unbestimmte Zeit. Auch eilig angekündigte Maßnahmen wie zum Beispiel der Verkauf von Randgeschäften konnten die Anleger nicht beruhigen.

Positiv aufgenommene Geschäftszahlen des US-Chipkonzerns Broadcom stützten zumindest einige deutsche Branchentitel. Im MDax gehörten die Aktien des Lichttechnikkonzerns Osram , der mit optoelektronischen Halbleitern in diesem Bereich tätig ist, mit plus 1,32 Prozent zu den Favoriten der Anleger. Unter den Technologietiteln verteuerten sich Papiere des Halbleiter-Grundstoff-Spezialisten Siltronic um 2,88 Prozent.

Der Kraftwerksbetreiber Uniper konnte die Anleger indes weder mit der versprochenen Dividendenerhöhung noch mit seinen Wachstumsplänen überzeugen: Die Aktien verloren 0,89 Prozent.

Chemietitel wurden von einer Branchenstudie der UBS bewegt. Im Dax profitierten die zum Umtausch eingereichten Linde-Aktien mit plus 1,51 Prozent von einer neuen Kaufempfehlung, wogegen das gestrichene Kaufvotum bei Index-Schlusslicht BASF für einen Kursrückgang von 0,79 Prozent sorgte.

Im MDax büßten die Anteilsscheine des Spezialchemiekonzerns Evonik wegen einer neuen Verkaufsempfehlung 2,07 Prozent ein. Dagegen zogen die Aktien von Wacker Chemie und Lanxess um 2,21 beziehungsweise 1,58 Prozent an, da Analyst Andrew Stott sie hochstufte und nun zum Kauf rät./gl/das

Von Gerold Löhle, dpa-AFX


Quelle: dpa-AFX
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