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Aktien Frankfurt: Dax steigt nach Ifo-Daten bis auf fast 11300 Punkte

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) -Nach den aktuellen Daten des Münchner Ifo-Instituts hat der Dax +2,84% am Montag den Sprung über 11 200 Punkte geschafft. Gegen Mittag stand der deutsche Leitindex mit plus 1,88 Prozent bei 11 282,37 Punkten, zeitweise war er bis auf fast 11 300 Zähler herangerückt auf das höchste Niveau seit Anfang März.

Jörg Zeuner, der Chefvolkswirt von Union Investment, konstatierte für die Unternehmen "Raum für Zuversicht". Die Konjunkturerwartungen, die für die Finanzmärkte entscheidende Komponente, hätten nach dem Rekordtief im April ihren Tiefpunkt wohl durchschritten, so Zeuner. Eine weitere Stimmungsaufhellung sei in der nächsten Zeit wahrscheinlich.

Wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte, stieg das von ihm erhobene Geschäftsklima im Mai um 5,3 Punkte auf 79,5 Zähler. Analysten hatten im Mittel mit einem Zuwachs auf 78,5 Punkte gerechnet. Der MDax +2,10% der mittelgroßen deutschen Werte rückte zuletzt um 1,49 Prozent auf 24 955,30 Zähler vor. Für den EuroStoxx 50 +2,84% als Leitindex der Eurozone ging es um 1,4 Prozent hoch.

Die Märkte zeigten sich damit zugleich unbeeindruckt von der jüngsten Entwicklung in Hongkong, wo China mit Sicherheitsgesetzen stärker als je zuvor in seiner autonomen Sonderverwaltungsregion eingreifen will. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie kam es deshalb in Hongkong wieder zu Demonstrationen. Gleichzeitig warnte China die USA vor einem "neuem Kalten Krieg".

An der Dax-Spitze gewannen nach einer Bloomberg-Meldung über einen Teilerfolg im Glyphosat-Streit bei US-Vergleichsverhandlungen die Bayer-Titel +1,46% mehr als acht Prozent. Ein Händler sagte, es sei gewiss positiv, dass ein Ende der Klagen näher rücke. Zugleich mahnte er, dass immer wohl noch mehr als 30 Prozent der Klagen nicht abgeschlossen seien.

Im Fokus steht zudem Volkswagen +2,76%. Gut viereinhalb Jahre nach Auffliegen des Dieselskandals verkündete der Bundesgerichtshof (BGH) am Vormittag das erste höchstrichterliche Urteil. Demnach können klagende Käufer ihr Auto zurückgeben und das Geld dafür einfordern. Auf den Kaufpreis müssen sie sich aber die gefahrenen Kilometer anrechnen lassen. Die im Dax notierten Volkswagen-Vorzüge notierten zuletzt leicht im Minus.

Die Papiere der Lufthansa +0,63% stiegen um fast fünf Prozent. Die Bundesregierung und das Management des Konzerns haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur grundsätzlich auf milliardenschwere Staatshilfen für die angeschlagene Fluggesellschaft geeinigt. Zustimmen müssen aber noch der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, die Gremien der Lufthansa sowie die EU-Kommission.

Die Einigung sei "im Rahmen" des von der Bundesregierung vorgesehenen Rettungsplans, hieß es am Montag in Regierungskreisen. Demnach liegt das Volumen der Hilfen bei neun Milliarden Euro. Der Bund will sich vorerst mit 20 Prozent direkt an der Lufthansa beteiligen.

In den Reihen hinter dem Dax kletterten einige Krisengewinner-Aktien erneut in Rekordhöhen, darunter die Anteile des Softwarekonzerns Teamviewer +4,78%, des Essenslieferanten Delivery Hero +4,24% und der Shop Apotheke +2,82%. Shop Apotheke kosteten erstmals mehr als 100 Euro. Delivery Hero drehten jedoch ins Minus und verloren zuletzt gut ein Prozent.

Weiter auf Erholungskurs mit einem Zuwachs von fast fünf Prozent befanden sich zudem Sixt +4,60%. Der Autovermieter profitierte zuletzt stark von der Lockerung der weltweiten Reisebeschränkungen. In den USA meldete zudem Wettbewerber Hertz Insolvenz an. Unter Chapter 11 werde Hertz als Konkurrent für Sixt jedoch nicht verschwinden, merkte ein Händler an.

Nach einem starken Börsendebüt mit einem Handelsstart bei 14 Euro fielen die Papiere von Exasol -0,53% etwas zurück. Die Anteile des Softwareunternehmens kosteten zuletzt gut 13 Euro. Exasol hatte insgesamt gut neun Millionen Aktien für 9,50 Euro je Stück verkauft und damit knapp 90 Millionen Euro eingenommen./ajx/zb

Von Achim Jüngling, dpa-AFX


Quelle: dpa-AFX
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