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Aktien Frankfurt: MDax mit Rekordhoch, Dax noch darunter

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat der MDax -0,66% am Freitag neue Rekorde aufgestellt. Mit 28 703 Punkten notierte der Index der mittelgroßen deutschen Börsenwerte so hoch wie nie zuvor. Am Nachmittag verbuchte das Barometer ein Plus von 0,67 Prozent auf 28 662,16 Zähler.

Auch der Leitindex Dax -0,62% legte um 0,67 Prozent zu auf 13 520,05 Punkte. Er blieb aber noch unter seiner Bestmarke von 13 596 Punkten aus dem Januar 2018, an die er bis auf weniger als 40 Punkte herangerückt war. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein Plus von 0,3 Prozent ab. Der EuroStoxx 50 -0,59% kletterte auf ein Hoch seit April 2015, zuletzt gewann er 0,86 Prozent.

Der Dax mache sich langsam daran, den bisherigen Rekordstand einzuholen und neue auszubilden, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Die anhaltende positive Stimmung an den US-Aktienmärkten mache dies möglich. Zusätzlich beflügelten die deutschen Versorger und SAP ±0,00% den Gesamtmarkt. "Für den Leitindex stehen die Chancen gut, dass das Kursniveau von 13 600 Punkten in den kommenden Handelstagen erreicht werden kann", so Lipkow.

Der zuletzt schwache Automobilsektor -1,93%, der den Dax an den beiden Vortagen gebremst hatte, erholte sich am Freitag zunächst, dämmte sein Plus zuletzt allerdings etwas ein. Volkswagen -0,40% gewannen knapp 1 Prozent, BMW -0,23% 0,3 Prozent. Daimler drehten moderat ins Minus.

In den vergangenen Tagen hatten Medienberichte über drohende Strafzölle der USA auf Autoimporte aus Europa die Branchenkurse belastet. Anleger fürchteten, dass sich US-Präsident Donald Trump nach der Unterzeichnung eines Teilabkommens im Handelsstreit mit China nun Europa zuwenden und mit Restriktionen drohen könnte. Nach mehrtägigen Gesprächen mit Vertretern der US-Regierung sagte der EU-Handelskommissar Phil Hogan am Donnerstag aber, Strafzölle auf Autoimporte aus der EU seien inzwischen kaum mehr ein Thema.

Im Dax waren am Freitag die Aktien von RWE +0,53% nach der Einigung zum Kohleausstieg und der damit verbundenen Kompensationszahlung weiter auf dem Vormarsch. Mit plus 3 Prozent waren sie auch am Nachmittag an der Index-Spitze. Mehrere Analysten hatten ihre Kursziele für den Versorger angehoben. Eon-Aktien -0,79% legten um rund zweieinhalb Prozent zu.

Die im Dax schwer gewichteten SAP-Anteile rückten um 2,1 Prozent vor. Händler verwiesen dazu auf ein besser als erwartet ausgefallenes Quartal des US-Konzerns Progress Software. Dies hebe auch die Stimmung für deutsche Software-Aktien.

Bayer +0,22% steht im Blick, weil die US-Klagewelle gegen den Konzern wegen angeblicher Krebsgefahren von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat nicht abreißt. Der im Rechtskonflikt zwischen den Streitparteien vermittelnde Mediator Ken Feinberg hält aber einen zügigen Vergleich für möglich. Er sei "verhalten optimistisch", dass innerhalb etwa eines Monats eine Einigung erzielt werden könnte. Die Bayer-Anteile legten um 1,1 Prozent zu.

Auch bei Wirecard -0,37% ging die jüngste Rally zunächst weiter, dann aber drehten sie am Dax-Ende deutlich ins Minus, zuletzt notierten sie zweieinhalb Prozent tiefer. Allein in dieser Woche haben die Papiere bislang gut 13 Prozent gewonnen. Anleger setzten bei dem Zahlungsdienstleister weiter auf mehr Transparenz und eine verbesserte Kommunikation, sagten Händler.

An der MDax-Spitze setzte sich die Erholung der Varta +1,20%-Aktien +1,20% mit plus 4,2 Prozent fort. Bereits am Vortag waren die Anteile des Batteriehersteller der beste Wert in dem Index angesichts eines rascher als gedacht verlaufenden Produktionsausbaus.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen bewegten sich nur wenig. Die Umlaufrendite verharrte bei minus 0,26 Prozent. Der Rentenindex Rex +0,07% stieg um 0,01 Prozent auf 143,90 Punkte. Der Bund Future sank um 0,02 Prozent auf 171,69 Zähler.

Der Euro +0,5567% geriet etwas unter Druck und kostete zuletzt 1,1103 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1169 Dollar festgesetzt./ajx/mis

Von Achim Jüngling, dpa-AFX


Quelle: dpa-AFX
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COMMERZBANK 6,52 -3,41%
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