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Aktien Frankfurt: Steigende Infektionszahlen drücken Kurse erneut nach unten

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Zum Ende einer ohnehin schwachen Börsenwoche hat der deutsche Aktienmarkt auch am Freitag nochmals Federn gelassen. Der Dax +0,82% verlor am Vormittag 0,8 Prozent auf 12 505 Punkte. Die Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus sind zuletzt europaweit stark gestiegen und haben an der Börse ihren Tribut gefordert: Auf Wochensicht zeichnet sich für den Dax ein Minus von fast fünf Prozent ab.

Die Pandemie könnte die Perspektiven für die Wirtschaft eintrüben. "Über alle Branchen hinweg werden weitere Stellenstreichungen in Aussicht gestellt", merkte Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba an. Auch das Thema Insolvenzen solle man nicht aus den Augen verlieren. An der Börse überwögen gegenwärtig wieder die Risiken.

Der MDax +0,33% der 60 mittelgroßen Börsentitel sank um 0,56 Prozent auf 26 276 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,87% verlor 0,78 Prozent und fiel auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni.

In das Bild passte, dass die Kurse von unmittelbar von der Pandemie betroffenen Unternehmen überdurchschnittlich stark fielen. So waren die Papiere des Triebwerkherstellers MTU -0,33% mit 2,5 Prozent der größte Verlierer im Dax. Im Mdax waren Lufthansa +0,46% mit minus 5 Prozent das Schlusslicht, sie sackten auf den tiefsten Stand seit 2003 ab. Aktien des Flughafenbetreibers Fraport ±0,00% büßten 3,5 Prozent ein.

Auch um Automobilwerte machten Anleger vor dem Wochenende einen Bogen. Um bis zu 2,4 Prozent gaben die Kurse von Volkswagen -0,43%, BMW -1,00% und dem Zulieferer Infineon -0,20% nach.

Unter den kleineren Titeln im SDax schnellten Klöckner & Co -4,05% um fast zehn Prozent nach oben. Eine höhere Gewinnprognose des Duisburger Stahlhändlers vom Vortag für das dritte Quartal kam bei Anlegern gut an. Aktien des Lkw-Zulieferers SAF-Holland gewannen 1,6 Prozent, angetrieben von einer Kaufempfehlung der Privatbank Hauck & Aufhäuser./bek/stk


Quelle: dpa-AFX
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