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AKTIEN IM FOKUS: Renault-Gewinnwarnung zieht Autoaktien nach unten

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine herbe Gewinnwarnung von Renault -0,06% hat am Freitag den gesamten europäischen Autosektor nach unten gezogen. Der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts +0,74% war mit einem Minus von 2,52 Prozent abgeschlagenes Schlusslicht im Branchentableau. Mit einem Plus von bis zu rund 13 Prozent binnen nicht ganz zwei Wochen hatte der Sektorindex aber auch besonders stark von der Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie schwindenden Brexit-Ängsten profitiert.

Im Dax +0,47% knickten die Kurse von Volkswagen +1,74%, BMW +1,64% und Daimler -0,10% zwischen mehr als einem und fast zwei Prozent ein. Für die Papiere des Zulieferers Continental +0,50% ging es um knapp drei Prozent abwärts. Auch im MDax +0,44% und SDax +0,64% gerieten die Papiere von Autozulieferern wie Hella +0,58%, Stabilus +10,87%, Schaeffler +0,79% und Norma unter Druck. Erst am Vortag hatte der Verbindungstechnik-Spezialist Norma seine Jahresziele zusammenstreichen müssen.

Die Aktien von Renault brachen in Paris bis auf 46,70 Euro ein, was der tiefste Stand seit dem Jahr 2013 war. Zuletzt fielen sie noch um 13,89 Prozent auf 47,24 Euro. Der Grund: Die schwächelnde Auto-Nachfrage erwischt den französischen Hersteller Mitten in einer Führungskrise noch stärker als gedacht. Nachdem das vorige Management seine Hoffnung auf einen Umsatzanstieg bereits im Juli begraben hatte, geht das neue Führungsteam sogar von einem merklichen Rückgang aus.

Analyst Gaetan Toulemonde von der deutschen Bank strich infolge der Warnung seine Kaufemfehlung. Er senkte seine Gewinnerwartungen und kappte das Kursziel von 75 auf 60 Euro. Auf dieser Basis rät er nun zum Halten der Aktien. Da die Gewinnwarnung wohl eher auf wiederkehrende höhere Kosten zurückgehe als auf niedrigere Umsätze, bestehe die Gefahr, dass sich die Lage im kommenden Jahr nicht bessern werde, erklärte der Experte./mis/ag


Quelle: dpa-AFX
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