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Aktien New York: Wall Street dreht ins Minus - Tech-Aktien unter Druck

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist die Stimmung am Dienstag wieder ins Negative gekippt: Die wichtigsten Aktienindizes drehten ins Minus. Unter Druck gerieten insbesondere Papiere aus der Technologiebranche.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zuletzt 0,25 Prozent tiefer bei 25 115,99 Punkten. Zum Wochenauftakt hatte er bereits dem Kursfeuerwerk vom Freitag Tribut gezollt. Für den S&P 500 ging es am Dienstag um 0,32 Prozent auf 2774,06 Punkte nach oben.

Der Nasdaq 100 fiel um 0,73 Prozent auf 7078,99 Punkte und der Nasdaq Composite büßte 0,59 Prozent ein. Im frühen Handel hatten beide Tech-Indizes noch Rekordhochs erreicht.

Thema des Tages war die überraschende Ablösung des US-Außenministers Rex Tillerson. Nachfolger Tillersons wird der derzeitige CIA-Direktor Mike Pompeo. Dieser gilt als stramm konservativ und liegt ganz auf Trumps harter Linie, was den Iran und Nordkorea angeht - zwei geopolitische Krisenherde, die die Finanzmärkte immer wieder belasten können. Analysten zufolge dürfte der Schritt jedoch keinen nachhaltig negativen Effekt haben, zumal sich Präsident Donald Trump bereits zuvor von einigen Mitarbeitern getrennt hatte.

Mit Blick auf die frischen Konjunkturdaten normalisierten sich die Verbraucherpreise laut der Landesbank BayernLB im Februar wieder, nachdem sie in den vorangegangenen Monaten recht schwankungsreich gewesen seien. Analystin Christiane von Berg nannte die Daten "nachhaltig" und erwartet, dass die US-Notenbank (Fed) damit "sehr zufrieden" sein dürfte. Samt der zuletzt sehr guten Beschäftigungszahlen und der in der Umsetzung befindlichen Steuerreform dürfte daher auf der nächsten Fed-Sitzung am 20. und 21. März ihres Erachtens einen weiterer Leitzinsschritt nach oben bekannt gegeben werden. "Zudem besteht die Möglichkeit, dass bei so robusten Konjunkturdaten sogar vier Zinsschritte für das aktuelle Jahr in Aussicht gestellt werden", resümierte von Berg.

Am Dow-Ende sackten die Aktien von General Electric um mehr als 4 Prozent ab. Die Markterwartungen für den Elektrotechnikkonzern erschienen nach wie vor viel zu hoch, schrieb Analyst Stephen Tusa von der US-Bank JPMorgan. Die Kosten für die Restrukturierung angesichts des Drucks auf das Geschäft zur Erzeugung konventioneller und erneuerbarer Energien dürften die Gewinne belasten. Gleichzeitig dürften die Erlöse auf Verkäufen von Konzernteilen zur Stärkung der Bilanz verwendet werden und nicht an die Aktionäre fließen.

Unter den weiteren Einzelwerten standen vor allem die Papiere von Qualcomm , Broadcom und Intel im Blick. Trump schob dem bisher teuersten Übernahmeversuch in der Technologie-Industrie einen Riegel vor. Er untersagte das mehr als 140 Milliarden US-Dollar schwere Gebot des in Singapur beheimateten Chipkonzerns Broadcom für den US-Rivalen Qualcomm. Ein solcher Deal könne der nationalen Sicherheit der USA schaden, hatte der US-Präsident gesagt. Profitieren könnte davon nun der Konzern Intel, dem das "Wall Street Journal" zuletzt ein Interesse an Qualcomm nachgesagt hatte.

Während die Aktien von Qualcomm fast 5 Prozent einbüßten, legten die Papiere von Broadcom etwas zu. Die Anteilsscheine von Intel gewannen fast 1 Prozent.

Foot Locker und T-Mobile US schließlich profitierten von positiven Analystenurteilen. Die Schweizer Bank Credit Suisse nahm die Aktien des Sportschuhherstellers Foot Locker mit "Outperform" in ihre Bewertung auf, woraufhin die Papiere knapp 2 Prozent gewannen. Der Vermögensverwalter Guggenheim startete die Anteilsscheine der Telekom-Tochter mit "Buy", was die Anleger mit einem Plus von gut 1 Prozent goutierten./la/tos


Quelle: dpa-AFX
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