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Aktien Osteuropa Schluss: Verluste vor wichtigen geldpolitischen Ereignissen

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
MOSKAU/BUDAPEST/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die großen Börsen Osteuropas haben am Dienstag allesamt nachgegeben. Vom US-chinesischen Handelsstreit abgesehen richtete sich der Fokus der Anleger bereits auf die politischen und geldpolitischen Großkampftage am Mittwoch und Donnerstag. Dann stehen die Notenbankentscheidungen in den USA und der Eurozone sowie die Parlamentswahlen in Großbritannien an. Insofern hielten sich die Investoren europaweit lieber bedeckt.

Der ungarische Leitindex Bux verlor 0,88 Prozent auf 44 248,52 Punkte. In den Mittelpunkt rückten konjunkturseitig Inflationsdaten. So beschleunigte sich der Preisanstieg im November auf 3,4 Prozent. Experten hatten mit diesem Ergebnis gerechnet. Laut den Experten der Erste Group wird mit keiner Änderung bei der lockeren Geldpolitik der Ungarischen Nationalbank gerechnet.

Kurzfristig könnte sich die Inflation der 4-Prozent-Marke nähern, kommentierten die Analysten der Erste Group. Diese Entwicklung dürfte bis in das erste Quartal 2020 reichen. Im zweiten Quartal könnte sich die Teuerung anschließend auf dem Niveau der "Ziel-Rate von 3 Prozent stabilisieren".

Die Schwergewichte im Bux gaben überwiegend nach. Dabei verzeichneten die Aktien von OTP mit einem Minus von 1,5 Prozent die höchsten Verluste.

Der Warschauer Wig-30 +0,29% fiel um 0,58 Prozent auf 2359,92 Punkte. Der breiter gefasste Wig verlor 0,46 Prozent auf 55 609,32 Punkte.

Mit Blick auf die Einzelwerte sackten die Anteilsscheine des Erdölkonzerns PGNiG +5,137% um 4,0 Prozent ab. Die Aktien von CD Projekt verloren 2,6 Prozent. Am anderen Ende der Kurstafel gewannen die Papiere der mBank 3,6 Prozent.

Der tschechische Leitindex PX gab um 0,18 Prozent auf 1085,32 Punkte nach. Die Inflationsrate in dem Land stieg im November auf Jahresbasis um 3,1 Prozent. Experten hatten dagegen lediglich mit einem Anstieg von 2,9 Prozent gerechnet. Weiterhin hätten sowohl der Arbeitsmarkt als auch die Nachfrage die Inflation anziehen lassen, kommentierte die Erste-Group-Expertin Nicole Gawlasova. Damit trotze die Teuerungsrate in Tschechien der niedrigeren Rate in der Eurozone.

Unter den Einzelwerten verbuchten O2 und die Prager Notierungen von Philip Morris mit die höchsten Kursgewinne. Die Aktien des Telekomkonzerns gewannen 0,9 Prozent. Jene von Philip Morris legten um 0,8 Prozent zu. Am anderen Ende der Kurstafel verloren die Anteilsscheine von Avast 1,5 Prozent.

In Moskau büßte der Leitindex RTSI 0,18 Prozent auf 1454,23 Punkte ein./sto/APA/la/stw


Quelle: dpa-AFX
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