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Aktien Osteuropa Schluss: Zumeist Verluste - Steigende Infektionszahlen belasten

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten Märkte in Mittel- und Osteuropa sind am Mittwoch mehrheitlich mit Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Steigende Covid-19-Infektionszahlen und der weiter ausbleibende Durchbruch in den Verhandlungen um ein weiteres US-Konjunkturpaket drückten erneut die Stimmung der Anleger.

In Prag endete der Handelstag für den tschechischen Leitindex PX mit einem deutlichen Minus von 1,42 Prozent bei 857,71 Punkten. Speziell die Bankaktien standen unter Druck. Die Anteilscheine vom Komercni Banka +1,35% verloren als schwächster Indexwert 2,76 Prozent. Die Moneta-Aktien büßten 1,83 Prozent ein.

Mit dem Softwarekonzerns Avast zeigte sich ein weiteres Schwergewicht mit minus 2,14 Prozent deutlich schwächer. Unter den größeren PX-Werten hielten sich die Papiere des Stromkonzerns CEZ ±0,00% am besten, sie gingen unverändert zum Vortagesschluss aus dem Handel. Kursgewinner gab es im tschechischen Leitindex nur einen, die Aktien des Spirituosenherstellers Stocks legten im schwachen Umfeld um 1,90 Prozent zu.

Die Warschauer Börse schloss ebenfalls mit Kursverlusten. Der polnische Leitindex Wig-20 gab um 0,90 Prozent auf 1641,42 Punkten nach. Der breiter gefasste Wig fiel um 1,05 Prozent auf 47 912,13 Einheiten.

In Polen waren die Umsätze im Einzelhandel im September um 2,7 Prozent gestiegen und damit deutlicher als erwartet. "Das solide Umsatzwachstum spiegelt sowohl die günstige Situation am Arbeitsmarkt als auch das über den Sommer verbesserte Verbrauchervertrauen wider", kommentierte Erste-Group-Analystin Malgorzata Krzywicka.

Bei den Einzelwerten im Wig-20 zeigten sich vor allem die Aktien der Ölkonzerne Lotos und PGNiG +4,70% mit Verlusten von jeweils rund drei Prozent schwach. Die Ölpreise lagen am späten Nachmittag klar im Minus. Dagegen konnten die Aktien der Bergbauunternehmen KGHM und JSW im negativen Umfeld zulegen.

Außerhalb des Wig-20 verzeichneten die Aktien von mBank ein deutliches Minus von 4,24 Prozent. Das Unternehmen muss wegen Rechtsstreitigkeiten rund um Frankenkredite knapp 186 Millionen Zloty zurücklegen. Dies wird im dritten Quartal zu Buche schlagen.

Der ungarische Leitindex Bux bewegte sich mit minus 0,01 Prozent auf 33 696,73 Zähler kaum vom Fleck. Bei den Index-Schwergewichten hielten sich die Kursausschläge ebenfalls in Grenzen. Die deutlichste Kursbewegung verzeichneten noch die Aktien des Pharmakonzerns Gedeon Richter mit einem Plus von 0,59 Prozent. Die Papiere des Öl- und Gaskonzerns MOL verloren 0,43 Prozent.

Dem schwachen Umfeld teilweise entziehen konnte sich die Moskauer Börse. Der in US-Dollar berechnete RTS-Index stieg um 0,44 Prozent auf 1143,42 Punkte. Der in Lokalwährung notierte MOEX-Index dagegen lag in Einklang mit dem schwächeren Umfeld 0,60 Prozent tiefer bei 2786,23 Zähler./dkm/ste/APA/la/he


Quelle: dpa-AFX
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