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Aktien Schweiz schwächer - Misstöne zwischen US und China belasten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
ZÜRICH (Dow Jones)Die jüngsten Spannungen zwischen China und den USA haben am Freitag auch in der Schweiz die Aktienkurse belastet. Zusätzlicher Druck kam von der Währungsseite, denn der als Fluchtwährung beliebte Franken wertete zum Euro merklich auf, was die Chancen schweizerischer Unternehmen auf dem Exportmarkt mindert.

Der SMI verlor 1 Prozent auf 9.689 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 15 Kursverlierer und vier -gewinner gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Die Umsätze waren trotz des Brückentags - am Donnerstag war die Börse wegen des Feiertags Christi Himmelfahrt geschlossen - recht lebhaft. Gehandelt wurden 60,36 (zuvor: 52,52) Millionen Aktien.

Das ohnehin schon kriselnde Verhältnis zwischen den USA und China hat sich in den vergangenen Tagen verschlechtert. Zum einen lasten die Vorwürfe des US-Präsidenten Donald Trump, China habe das wahre Ausmaß des Coronavirus-Ausbruchs vertuscht, zum anderen die Bemühungen Pekings, die Demokratiebewegung in Hongkong niederzuschlagen. Die chinesische Führung hat auf der Tagung des Nationalen Volkskongresses den Entwurf eines neuen Sicherheitsgesetzes für die Sonderverwaltungszone vorgelegt. Das Gesetz soll angesichts der Massenproteste der Hongkonger Demokratiebewegung im vergangenen Jahr die Vollstreckungsmechanismen verschärfen und könnte neue Unruhen in der Sonderverwaltungszone auslösen. Die USA haben das geplante Gesetz scharf kritisiert.

Am Devisenmarkt fiel der Euro am Freitag von Kursen um 1,0630 Franken auf etwa 1,0580 Franken. Am Aktienmarkt gerieten vor allem die Titel von Unternehmen unter Druck, die stark vom China-Geschäft abhängig sind. So verloren Richemont 4,2 Prozent und Swatch 1,5 Prozent.

Verkauft wurde aber auch das eigentlich als defensiv geltende SMI-Schwergewicht Nestle, dessen Kurs nachrichtenlos um 1,9 Prozent fiel. Im Pharmasektor fielen Novartis um 0,9 Prozent. Roche hielten sich mit einem Minus von 0,2 Prozent vergleichsweise gut. Die Tochter Genentech hatte positive Studienergebnisse zu dem Antikörper Satralizumab zur Behandlung der Störung des Neuromyelitis optica-Spektrums veröffentlicht. Überdies meldete Roche die Übernahme des US-Unternehmens Stratos Genomics, mit dem sich die Schweizer auf dem Feld der DNA-Sequenzierung verstärken wollen.

Anleger trennten sich auch von Bankenaktien. CS Group verbilligten sich um 3,1 Prozent und UBS um 2,4 Prozent.

Sika legten gegen die negative Tendenz um 0,7 Prozent zu. Die Analysten der Bank of America hatten die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung aufgenommen. Der Spezialchemie-Konzern verfüge über beste Voraussetzungen, um gut durch die Krise zu kommen, begründeten die Analysten ihr Votum.

Unter den Nebenwerten stiegen Zur Rose um 4,4 Prozent. Die Analysten von Baader Helvea hatten das Kursziel für die Aktie der Online-Apotheke auf 240 von 165 Franken erhöht und die Einstufung "Buy" bekräftigt.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/err

END) Dow Jones Newswires

May 22, 2020 11:47 ET ( 15:47 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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