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Aktien Wien Schluss: ATX beendet Feiertagshandel knapp im Minus

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag knapp behauptet geschlossen. Der ATX +0,72% fiel um 1,32 Punkte oder 0,04 Prozent auf 2955,33 Einheiten.

Nach Christi Himmelfahrt im Mai wurde heute an Fronleichnam das erst zweite Mal an der Wiener Börse an einem Feiertag regulär gehandelt. Im Mittelpunkt stand vor allem die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Diese hatte am Vorabend die Tür für eine Leitzinssenkung geöffnet und ihre Bereitschaft zur Unterstützung der US-Wirtschaft signalisiert. Ein Marktstratege von Vanguard Markets kommentierte, dass es die Fed erstaunlicherweise geschaffte habe, die ohnehin schon hohen Erwartungen der Märkte noch zu übertreffen, ohne mit Blick auf die US-Wirtschaft Alarmglocken zu läuten.

Im Frühhandel legten die europäischen Börsen daraufhin deutlich zu. Auch der ATX tendierte höher. Im Späthandel trübte sich die Stimmung leicht ein. Während die europäischen Leitbörsen ungefährdet im grünen Bereich aus dem Handel gingen, rutschte der ATX in die Verlustzone. Gegenwind war im Euroraum vor allem vom Devisenmarkt gekommen, wo der Euro zwischenzeitlich auf über 1,13 US-Dollar gestiegen war, nachdem sich die US-Währung infolge der Zinsentscheidung vom Vortag auf breiter Front schwach zeigte.

Bei den Einzelwerten lasteten vor allem die schwachen Bankaktien Erste Group -1,20% (minus 1,52 Prozent auf 32,29 Euro) und Bawag -0,87% (minus 0,64 Prozent auf 37,30 Euro) am ATX. Die Titel der Raiffeisen Bank International +0,93% (RBI) beendeten den Handelstag in Einklang mit dem Gesamtmarkt nur wenig bewegt und legten geringfügige 0,10 Prozent auf 20,50 Euro zu. Bankaktien zeigten sich europaweit schwach, was Beobachter mit der Aussicht auf mögliche geldpolitische Lockerungen sowohl in den USA als auch im Euroraum begründeten.

Stark nachgefragt wurden dagegen die Ölwerte im ATX. Die Aktien der OMV +2,25% stiegen um 1,62 Prozent auf 42,65 Euro und die Titel von Schoeller-Bleckmann legten 1,15 Prozent auf 70,50 Euro zu. Sie profitierten von den im Späthandel deutlich anziehenden Ölpreisen infolge der jüngsten Zuspitzung im Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump auf Twitter geschrieben, dass der Iran einen "sehr großen Fehler" gemacht habe. Das Land hatte in der Früh den Abschuss einer US-Drohne vermeldet. Der US-Ölpreis lag am frühen Abend knapp fünfeinhalb Prozent im Plus./dkm/rai/APA/fba


Quelle: dpa-AFX
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