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Aktien Wien Schluss: ATX geht schwächer ins Wochenende

| Quelle: dpa-AFX
WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat sich am Freitag mit Kursverlusten ins Wochenende verabschiedet. Der ATX fiel 35,99 Punkte oder 1,13 Prozent auf 3162,47 Einheiten. Europaweit lastete der sich weiter verschärfende Konflikt zwischen Nordkorea und den USA auf dem Sentiment, nachdem US-Präsident Donald Trump neuerliche Drohungen ausgesprochen und seine "Feuer-und-Zorn"-Rede verteidigt hatte.

An der Wall Street rückte der Konflikt jedoch bereits wieder etwas in den Hintergrund und es gab zur Eröffnung eine kleine Erholungsbewegung. Im Zuge dessen schaffte auch der deutsche DAX zwischenzeitlich sogar den Sprung in den grünen Bereich.

In den Fokus rückten am Nachmittag Inflationsdaten aus den USA. In dem Land ist der Preisauftrieb im Juli geringer als erwartet ausfallen. Der US-Dollar geriet daraufhin merklich unter Druck, im Gegenzug kletterte der Euro im Verlauf zwischenzeitlich wieder über 1,18 Dollar. Endgültige Inflationszahlen aus Deutschland und Frankreich lieferten dagegen keine wesentlichen Impulse.

An der Wiener Börse ging es zum Wochenschluss für einige Indexschwergewichte bergab. So verbuchten Voestalpine (minus 1,80 Prozent) klare Kursverluste und OMV sackten mit minus 2,84 Prozent auf 46,70 Euro ans Ende der Kurstafel ab. Damit weiteten die Aktien ihre Vortagesverluste aus. Am Donnerstag hatten sich die Anleger enttäuscht von der Zwischenbilanz der OMV gezeigt. Nach Sondereffekten stand bei dem Ölkonzern im zweiten Quartal unterm Strich ein Minus von rund 1 Milliarden Euro. Negativ schlug der Verkauf der OMV Petrol Ofisi zu Buche.

Auch bei Finanzwerten ging es bergab: Die beiden Versicherer VIG (minus 1,35 Prozent) und UNIQA (minus 0,91 Prozent) schlossen klar leichter. Überdies verloren Erste Group 0,90 Prozent.

Daneben richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Zwischenbilanz von Rosenbauer. Bei dem Feuerwehr-Ausrüster ist der Gewinn im ersten Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode von 13,4 auf 3,4 Millionen Euro eingebrochen. Ursachen seien Auslastungsprobleme, "deutlich erhöhte" Anlaufkosten des Bühnenherstellers Rosenbauer Rovereto, Einmalkosten für Personalabbau, außerplanmäßige Abschreibungen sowie Wechselkurseffekte.

Auch für das Gesamtjahr rechnet das Rosenbauer-Management nicht mit einer wesentlichen Besserung der Situation. Die Aufträge hätten sich aber in den ersten sechs Monaten "sehr zufriedenstellend" entwickelt. Die Papiere gingen schließlich mit einem klaren Minus von 2,69 Prozent auf 51,10 Euro aus dem Handel./bel/ste/APA/tos


Quelle: dpa-AFX
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