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Aktien Wien Schluss: Im Minus - Eskalation im Handelskrieg belastet ATX

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
WIEN (dpa-AFX) - Nach einem neuen Aufflammen des Zollstreits zwischen den China und den Vereinigten Staaten hat die Wiener Börse am Freitag klar schwächer geschlossen. Alle europäischen Leitbörsen reagierten mit Abschlägen auf eine weitere Eskalationsstufe im Handelsstreit. China kündigte Vergeltungszölle zwischen fünf und zehn Prozent auf amerikanische Waren im Wert von etwa 75 Milliarden Dollar an.

Die mit Spannung erwartet Rede des Fed-Chefs Jerome Powell gab wenig zur zukünftigen Geldpolitik Preis. Die US-Notenbank werde angemessen handeln, um die Konjunktur zu stützen, sagte der Chef der Zentralbank. Aktuell befinde sich die Wirtschaft in einer "günstigen Position", sagte er am Nachmittag auf der alljährlichen Notenbank-Konferenz in Jackson Hole in Wyoming.

Die Commerzbank geht weiterhin von einer Zinssenkung um 25 Basispunkte im September aus, gefolgt von einem weiteren Schritt im vierten Quartal, heißt es in einem Kommentar. Der US-Präsident Donald Trump reagierte prompt auf Twitter: "Meine einzige Frage ist: Wer ist unser größerer Feind, Jay Powell oder der Vorsitzende Xi?" Damit dürfte er die Stimmung der Anleger deutlich gedrückt haben.

Die kommende Woche ist von Wirtschafts- und die Finanzmarktgesprächen beim Forum Alpbach in Tirol geprägt. Öffentliche Termine haben etwa Bank-Austria-Chef Zadrazil und der frühere EZB-Chef Trichet. Während an diesem Freitag der Unternehmenskalender für ATX-Konzerne leer bleibt, geht die Berichtssaison in der kommenden Woche mit Zahlen von unter anderem von s Immo (minus 0,52 Prozent), Warimpex (plus 2,26 Prozent), Strabag (plus 0,85 Prozent) und Porr (plus 0,62 Prozent) zu Ende.

Mit Blick auf die zweite Reihe legten die im standard market auction notierte Aktien von SW Umwelttechnik nach starken Halbjahreszahlen um fast zehn Prozent auf 18,80 Euro zu. Aufgrund der guten Konjunkturentwicklung in Ungarn und Rumänien rechnet der Konzern auch im zweiten Halbjahr mit einer starken Entwicklung.

Im ATX Prime kletterten die Werte der Addiko Bank um mehr als drei Prozent auf 17,00 Euro. Unterstützt dürfte ein Kommentar der Erste Group haben. Die Bank nahm die ehemalige Hypo-Alpe-Adria-Balkanbank mit einem Kaufvotum (Buy) ins Coverage auf. Das Kursziel sehen die Analysten bei 24,0 Euro. Die Experten halten die mittelfristigen Ziele der Bank für ambitioniert und das Dividendenvorhaben für "außergewöhnlich".

Unter Druck gerieten die Anteilsscheine von Kapsch. Die Aktien verloren 1,50 Prozent auf 32,80 Euro. Damit geben sie ihre Wochengewinne vollständig ab./mad/sto/APA/zb


Quelle: dpa-AFX
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