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Altmaier: Bei Wasserstoff "Nummer eins in der Welt werden"

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BERLIN (Dow Jones)Die Bundesregierung will Wasserstoff massiv fördern und im großen Maßstab zur Marktreife verhelfen. "Wir wollen bei Wasserstofftechnologien die Nummer eins in der Welt werden", kündigte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin an. Sie böten "enorme Potenziale für die Energiewende und den Klimaschutz wie auch für neue Arbeitsplätze". Das Potenzial von Wasserstoff liegt vor allem in künftigen Speicher- und Antriebstechnologien.

Das Bundeswirtschaftsministerium will deswegen mit dem Förderprojekt "Reallabore der Energiewende" Innovationen in dem Bereich mit rund 100 Millionen Euro jährlich unterstützen. Zusätzliche 200 Millionen Euro hatte das Bundeskabinett bereits im Mai zugesichert, um Forschung in Regionen des Strukturwandels zu ermöglichen. Wasserstofftechnologien sollen in dem Programm unter realen Bedingungen getestet und zur industriellen Marktreife gebracht werden.



Förderung auch in der Lausitz und dem Rheinischen Revier


In einem Ideenwettbewerb wurden aus 90 Einreichungen 20 Konsortien im gesamten Bundesgebiet ausgewählt. Rund die Hälfte der Fördermittel geht in die Kohleausstiegsregionen Lausitz und das Rheinische Revier, ein weiterer großer Teil in die Windkraft-Regionen Norddeutschlands. Das Geld sei nicht per "Gießkanne" verteilt worden, betonte Altmaier, sondern habe sich nach den Förderschwerpunkten gerichtet. Es handle sich auch nicht um eine Vollfinanzierung, da die beteiligten Unternehmen einen wesentlichen Teil der Forschung selbst stemmen sollen.

Erzeugt werden kann Wasserstoff etwa durch die Umwandlung von Strom aus Wind- oder Photovoltaikanlagen per Elektrolyse. Das Element ist bei der Speicherung von Energie bisherigen elektrischen Batteriesystemen überlegen, weil es langfristiger haltbar ist und etwa leicht unterirdisch gelagert werden kann. Als Antriebstechnologie wird Wasserstoff bereits bei großen industriellen Fahrzeugen eingesetzt. Altmaier nannte als Beispiel die Gabelstapler im Mercedes-Werk in Alabama, die mit Brennstoffzellen laufen.

Die ausgewählten Projekte erforschen auch die bessere Verknüpfung erneuerbarer Energien durch die sogenannte Sektorkopplung, etwa bei Power-to-X-Technologien. Darunter versteht man die Umwandlung von erneuerbarem Strom in Wasserstoff, flüssige Brennstoffe oder Wärme.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/apo

END) Dow Jones Newswires

July 18, 2019 06:43 ET ( 10:43 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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