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Altmaier verspricht Stahlindustrie Schutz nach US-Strafzöllen

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (Dow Jones)Zwei Wochen nach der Verhängung von Strafzöllen durch die USA hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der deutschen Stahlindustrie mehr Schutz vor umgeleiteten Exporten aus anderen Erdteilen zugesagt. "Wir werden dafür sorgen, dass die europäische Stahlindustrie nicht zum Opfer einer Handelspolitik wird, die gegen andere gerichtet ist", sagte Altmaier auf dem Berliner Stahldialog. Die Europäische Union werde in den kommenden Wochen über Schutzmechanismen entscheiden.

Die Situation (mit den USA) ist alles andere als einfach. Wir müssen als Europäer geschlossen und entschlossen auftreten", erklärte der CDU-Minister weiter. Der Handelskonflikt mit Amerika sei "unnötig wie ein Kropf".

Die Stahlbranche appellierte an die Politik, die Industrie nicht im Regen stehen zu lassen. "Es bleibt unverzichtbar, die Stahlunternehmen vor Handelsumlenkungen zu schützen", verlangte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff.

Die deutschen Produzenten fürchten, durch eigentlich für Amerika bestimmte Ausfuhren aus Russland, China oder Südkorea in Europa unter Druck zu kommen. Die dortigen Stahlhütten dürften versuchen, dem US-Zoll in Höhe von 25 Prozent auszuweichen und mehr in die Länder der EU zu verkaufen. Nach den Daten der Wirtschaftsvereinigung haben die Importe nach Europa im ersten Quartal dieses Jahres um 14 Prozent zugelegt, eine Stahlschwemme droht.

Wenn die Importe aus bestimmten Ländern rapide ansteigen, sollen nach dem Willen der deutschen Stahlerzeuger europaweite Quoten für die Einfuhren aus diesen Herkunftsländern verhängt werden. Für die Handelspolitik ist nicht die Bundesregierung, sondern die EU-Kommission zuständig.

Seit 01. Juni greifen die US-Strafzölle auch für europäische Unternehmen, nachdem die US-Regierung die Alliierten zunächst für eine kurze Zeit ausgenommen hatte. Alle Verhandlungsversuche der Europäer scheiterten jedoch. Neben Stahl wird auch die Einfuhr von Aluminium mit 10 Prozent belastet. US-Präsident Donald Trump hatte den Schutz der heimischen Stahlarbeiter im Wahlkampf versprochen.

Deutschland exportierte zuletzt rund 1,3 Millionen Tonnen Stahl in die Vereinigten Staaten. Das Land ist damit der wichtigste Absatzmarkt außerhalb der Europäischen Union.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/jhe

END) Dow Jones Newswires

June 13, 2018 13:38 ET ( 17:38 GMT)

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