DAX ®10.780,51+1,49%TecDAX ®2.522,81+1,68%Dow Jones24.367,76-0,23%NASDAQ 1006.722,17+0,59%
finanztreff.de

Altmaier will sich bei Streit um Hambacher Forst um Kompromiss bemühen

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Christian Grimm

BERLIN (Dow Jones)Im Streit zwischen dem Energiekonzern RWE und Umweltschützern um die Abholzung des Hambacher Forstes im Rheinischen Braunkohlrevier will sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für einen Kompromiss einsetzen. Die Bundesregierung habe im Interesse der laufenden Arbeiten der Kohlekommission "ein Interesse an einer konstruktiven und einvernehmlichen Lösung", erklärte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums auf Anfrage. Am Donnerstag kommt die Kommission zu einer weiteren Sitzung zusammen. Wie genau solch ein Kompromiss aussehen könnte, führte das Ministerium nicht aus.

Die Grünen verlangen in einem Brief an Altmaier, Druck zu machen, damit die von RWE für den Herbst geplante und von den Behörden genehmigte Rodung des Hambacher Forstes nicht während der Arbeiten der Kohlekommission beginnt. "Die Kohlekommission kann nicht ernsthaft nach Lösungen suchen, wenn im Hambacher Wald gleichzeitig unter massiven Polizeischutz jahrhundertealte Eichen fallen", heißt es in dem Schreiben der Abgeordneten Oliver Krischer und Anton Hofreiter.



Grünen trugen Fortsetzung des Braunkohleabbaus mit


RWE argumentiert, dass ohne die Rodung ein Stillstand des Tagebaues drohe. Die Grünen bezeichnen das als falsch. Allerdings hatte die Partei als Koalitionspartner der alten rot-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen die Leitentscheidung zur Fortführung des Braunkohleabbaus mitgetragen.

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz hatte sich kürzlich an die Vorsitzenden der Kohlekommission gewandt. Ohne die Abholzung des Waldes könne der Tagebau Hambach nicht weiter getrieben werden. Sie sei zwingend erforderlich, lautete sein Tenor.

Die Kohlekommission hat die Aufgabe, die langen Linien für den Ausstieg aus dem Einsatz von Kohle bei der Energieerzeugung zu erarbeiten und der Politik Vorschläge auf den Tisch zu legen. Vorrangig sollen sich ihre Mitglieder um das Aufzeigen von Perspektiven für neue Arbeitsplätze in den drei Braunkohlerevieren kümmern. Schon Ende des Jahres sieht der enge Zeitplan die Präsentation von Ergebnissen vor. Umweltverbände, die Teil des Gremiums sind, haben implizit damit gedroht, sich aus der Kommission zurückzuziehen, sollte RWE die Kettensägen anwerfen lassen. Der von der Bundesregierung gewollte gesellschaftliche Konsens wäre dann dahin.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) warnte deshalb vor Störfeuern, die die Arbeit der Experten behindern könnten.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/sha

END) Dow Jones Newswires

August 22, 2018 06:49 ET ( 10:49 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
DS3Y5D RWE ST WaveUnlimited L 16.2581 (DBK) 7,212
DS9THW RWE ST Wave S 20.8 2019/06 (DBK) 7,411
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

RWE ST
RWE ST - Performance (3 Monate) 18,67 +1,11%
EUR +0,21
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Fundamentale Analysen Urteil
04.12. BERENBERG Positiv
03.12. NORDLB Positiv
30.11. UBS Positiv
Nachrichten
16:00 RWE-Aktie: Charttechnische Analyse mit Hilfe des Ichimoku!
13:03 Bayern fordert vom Bund bessere Baubedingungen für Gaskraftwerke
08:05 Rwe Aktie, Deutsche Lufthansa Aktie und Wirecard Aktie: Bei diesen Aktien aus dem DAX sind starke Kursausschläge zu erwarten
Weitere Wertpapiere...
RWE VZ 16,00 +0,38%
EUR +0,06
RWE AG ADR 1 18,30 +0,55%
EUR +0,10
Werbung
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung
Werbung
Black Pearl Digital AG: Investieren in die Blockchain war nie einfacher – jetzt zeichnen!
Werbung

Werbung
Börse Stuttgartschliessen
Börse Stuttgart

Wir machen Sie fit für die Börse!

Aktuelle Nachrichten, umfangreiche Hintergrundinformationen und essentielles Finanzwissen rund um das Thema Börse.

Jetzt kostenfrei zum Anlegerclub anmelden.
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook, Google+ oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Premierministerin Theresa May verschiebt die Abstimmung über das Brexit-Abkommen. Wackelt das Brexit-Votum?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen