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Amazon legt Einspruch gegen Pentagon-Auftragsvergabe an Microsoft ein

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von John D. McKinnon

NEW YORK (Dow Jones)Amazon will gegen die Vergabe eines massiven Cloud-Computing-Auftrags des Pentagon an Microsoft protestieren. Der Konzern von Jeff Bezos galt lange Zeit als Favorit für den Auftrag für das sogenannte Jedi-Projekt zum Aufbau eines Cloud-Systems für alle Teilstreitkräfte des US-Militärs. Das Ministerium hatte sogar Vorwürfe von Interessenkonflikten gegen Amazon untersucht und den Konzern davon freigesprochen, entschied sich jedoch dann für den Konkurrenten Microsoft. Der Vertrag hat einen Umfang von 10 Milliarden Dollar und läuft über zehn Jahre.

Wir glauben, dass es für unser Land von entscheidender Bedeutung ist, dass die Regierung und ihre gewählten Führungskräfte die Beschaffungen objektiv und in einer Weise verwalten, die frei von politischem Einfluss ist", teilte Amazon Web Services, Amazons Cloud-Sparte mit.

Der Kommentar schien an US-Präsident Trump gerichtet zu sein, der am 19. Juli eine Untersuchung des Pentagon-Vertrags forderte. "Ich bekomme enorme Beschwerden über den Vertrag mit dem Pentagon und Amazon", teilte Trump zu diesem Zeitpunkt Reportern mit. Möglicherweise könnte Trumps Interesse an dem Jedi-Auftrag Thema in dem Einspruch von Amazon gegen die Auftragsvergabe sein.

Amazon wollte sich über die Mitteilung hinaus nicht äußern. Das Weiße Haus und Microsoft haben nicht unmittelbar auf Anfragen nach Stellungnahmen reagiert.

Wir werden nicht über mögliche Rechtsstreitigkeiten spekulieren", sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.

Amazon reicht seinen Protest beim US-Court of Federal Claims ein, wo der Konzern sich zuvor mit dem Pentagon gegen den Einspruch des Konkurrenten Oracle gegen die Jedi-Beschaffungsaufträge gestellt hatte. Die Oracle Corp, die aus dem Wettbewerb ausgeschieden war, verlor ihren Widerspruch und legt derzeit Berufung gegen das Urteil ein. Microsoft und Amazon waren die einzigen verbliebenen Bewerber, nachdem mehrere andere Unternehmen aus dem Rennen ausgeschieden waren.

Das Pentagon hat zurzeit über 500 separate Cloud-Systeme. Jedi soll als Dachsystem dienen, um diese Zahl zu verringern und dem Militär Zugang zu Dienstleistungen zu verschaffen, die mit dem Tempo der Technologie auf zivilen Märkten besser Schritt halten können.

Die meisten Bedenken bezüglich des Beschaffungsauftrags haben sich auf Vorwürfe konzentriert, nach denen Amazon die Projektentwicklung unzulässiger Weise beeinflusst habe, um seine Gewinnchancen zu verbessern. Amazon bestreitet das.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/fks/sha/mgo

END) Dow Jones Newswires

November 15, 2019 02:59 ET ( 07:59 GMT)

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