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ANALYSE/Bei Goldman und Citi hapert es am Wachstum

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Aaron Back

NEW YORK (Dow Jones)Kostenkürzungen und Aktienrückkäufe haben Citi und Goldman Sachs auf die Sprünge geholfen. Aber auf diese Art und Weise wird es den Konzernführungen nicht gelingen, langfristig das Wachstum anzukurbeln. Im ersten Quartal gaben die Einnahmen bei Citi und Goldman um jeweils 2 Prozent und sogar 13 Prozent zum Vorjahr nach. Beide litten unter harten Marktbedingungen. Am Ende des Tages rettete die Banken aber ihre rigorose Kostendisziplin. So verringerten sich bei Citi die gesamten operativen Ausgaben um 3 Prozent und bei Goldman waren es gar 11 Prozent. Dieser Umstand - gepaart mit Aktienrückkäufen in einem Volumen von 4,1 Milliarden US-Dollar bei Citi und 1,25 Milliarden Dollar bei Goldman - hellte bei beiden Akteuren immens das Bild beim Gewinn je Aktie auf.



Beim Gewinn je Aktie glänzen beide Geldhäuser


Alles in allem kommt Citi auf einen Gewinn pro Anteilsschein von 1,87 Dollar, was über dem Vorjahr rangiert und auch die Analystenschätzung von 1,80 Dollar in den Schatten stellt. Goldman verdiente 5,71 Dollar je Aktie - ein Rückgang zum Vorjahr -, aber die Konsensusschätzung von 4,89 Dollar übertraf der Traditionskonzern bei Weitem. Die Anleger beeindruckte das kaum. Goldman-Aktien gaben um 4 Prozent nach und die der Citi traten im Endeffekt auf der Stelle. Bei beiden Geldhäusern scheint der Motor der Kern-Einnahmentreiber zu stottern. In der Tat zeigte sich zwar Citis Märkte-Geschäft stabiler als das der Konkurrenz. So bröckelten die Handelseinnahmen nur um 5 Prozent ab gegenüber dem Einbruch von 18 Prozent bei Goldman. Aber auch bei Citi verbesserte sich die Gesamt-Kreditvergabe nur um 1 Prozent zum Vorjahr nach einem Plus von 3 Prozent im Vorquartal. Auch das Wachstum im Kreditkartengeschäft verlangsamte sich, während die Kreditausfälle hier nach oben schnellten.



US-Banken müssen an ihrer Wachstumsschwäche arbeiten


Derweil erlebte Goldman auf fast allen Geschäftsfeldern mauere Zeiten als zuvor - mit Ausnahme der Fusionsberatung, wo der Ertrag zum Vorjahr sogar um 51 Prozent kletterte. Dieses Geschäftsfeld ist aber ein nachhängender Indikator, er spiegelt das Einkassieren von Gebühren für Deals von vor mehreren Monaten wider. Recht beängstigend: Die Bank spricht davon, dass sich das Auftragsbuch für Deals im Investmentbanking gegenüber Ende 2018 verringerte. Und daran änderte auch der vielversprechende Ausblick auf einen Schwung neuer Börsengänge nichts. Das bedeutet durchaus nichts Gutes für die kommenden Quartale. Kostenkürzungen und das Verteilen von Kapital unter den Aktionären sind besser als nichts, aber sie können eben ein reales Geschäftswachstum nicht ersetzen. Bis sich an dieser Wachstumsschwäche nichts ändert, bleiben Bankaktien unter Druck.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/axw/cbr

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April 16, 2019 02:27 ET ( 06:27 GMT)

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