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ANALYSE/CS: Chinesische Konkurrenz macht Wacker Chemie das Leben schwer

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
ZÜRICH (dpa-AFX) - Konkurrenz aus China dürfte Wacker Chemie laut der Schweizer Bank Credit Suisse das Leben schwer machen. Analyst Mathew Hampshire-Waugh kappte seine Schätzungen für das operative Ergebnis (Ebitda) für 2019 um etwa 17 Prozent. Das Kursziel strich er daher von 135 auf 106 Euro zusammen. Damit sieht er im Vergleich zum Schlusskurs vom Montag bei 119,05 Euro knapp 11 Prozent Kursrisiko und stufte die die Papiere des Spezialchemieunternehmens von "Neutral" auf "Underperform" ab.

Ein Überangebot beim Polysilizium durch die Billigkonkurrenz aus China werde die Preise für den Solarindustriegrundstoff drücken und das Ergebnis des für Wacker Chemie wichtigen Geschäftsbereichs belasten, schrieb der Analyst in der am Dienstag vorliegenden Studie. Im Jahr 2017 steuerte die Polysilizium-Sparte mehr als ein Viertel zum operativen Konzerngewinn bei.

Erst jüngst hatte die chinesische Regierung Pläne veröffentlicht, die die Geschwindigkeit des Ausbaus von Solarenergiekapazitäten begrenzen sollen - etwa durch eine geringere Einspeisevergütung für Solarstrom sowie eine Obergrenze für bestimmte Solarprojekte.

Die Wacker-Aktien waren daraufhin eingebrochen. Aktuell kosten sie so wenig wie zuletzt im Oktober. Das Mehrjahreshoch von 176,80 von Anfang 2018 ist in weiter Ferne. Investoren sorgen sich um den Absatz im Polysilizium-Geschäft sowie zunehmenden Wettbewerb aus China, da die dortigen Produzenten entweder ihre Kapazitäten verringern oder mehr exportieren müssten.

Mehr Wettbewerb droht Wacker laut dem Credit-Suisse-Analysten aber auch im Chemiegeschäft, falls vorübergehend stillgelegte Anlagen der chinesischen Konkurrenz wieder an den Markt kämen. Hinzu kämen mögliche Belastungen durch steigende Rohstoffpreise. Daher dürften die Gewinnmargen im Chemiegeschäft ihren Höhepunkt erreicht haben.

Gemäß der Einstufung "Underperform" erwartet die Credit Suisse in den nächsten 12 Monaten eine unterdurchschnittliche Gesamtrendite der Aktie im Vergleich zu den anderen von dem Analysten beobachteten Werten derselben Branche./mis/ag/fba

Analysierendes Institut Credit Suisse.

Datum der Analyse: 12.06.2018


Quelle: dpa-AFX
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