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ANALYSE: Goldman sieht starke Trends für Chipbranche und hebt Infineon auf 'Buy'

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (dpa-AFX) - Eine optimistischere Schätzung für das Weltwirtschaftswachstum 2021 sowie starke Digitalisierungs- und Elektromobilitätstrends stimmen die US-Bank Goldman Sachs zuversichtlich für Europas Chipbranche. Infineon -0,33% dürfte laut Analyst Alexander Duval dabei besonders mit Blick auf die Automotive-Sparte profitieren. Er strich daher sein neutrales Anlageurteil und empfiehlt die Aktie des Münchener Chipherstellers nun zum Kauf. Das Kursziel hob er von 27,50 auf 42,70 Euro an, was auch nach dem Kursanstieg um rund vier Prozent am Montag ein Potenzial von 22 Prozent impliziert.

Außerdem bekräftigte er seine Einschätzung "Buy" für die Aktien des Anlagenbauers für die Chipindustrie ASML +1,41% und des Telekomnetzwerk-Ausrüsters Ericsson -0,05%, wobei er für letztere zudem sein "Conviction Buy" für besonders aussichtsreiche Papiere bestätigte. Das Anlageurteil für STMicro +1,07% indes wurde - primär aus Bewertungsgründen - mit "Sell" bekräftigt.

Allgemein sieht Duval im laufenden Jahr sowohl positive zyklische als auch strukturelle Trends in zahlreichen Endmärkten von Chipherstellern. Eine robuste Dynamik gebe es unter anderem im Bereich Telearbeit, da immer mehr Menschen wegen der Corona-Pandemie von Zuhause aus arbeiten. Zudem verweist er auf die positiven Trends in den Bereichen Online-Spiele und Kooperationstechnologien sowie auch auf den neuen Mobilfunkstandard 5G.

Darüber hinaus stellt Duval den für Infineon bedeutsamen Automobil-Bereich und dessen Trend zur Elektrifizierung in den Vordergrund. Für die Münchener kalkuliert der Goldman-Experte eine deutlichere Erholung des Automarktes und zugleich eine robuste Wachstumskurve für Elektroautos ein: "Infineon hat beträchtliche Wachstumschancen, die auf einer zunehmenden Verwendung von Halbleitern in Elektroautos basieren."

Dabei verwies Duval neben den Ankündigungen der EU zur Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen auch darauf, dass die Wahl Joe Bidens zum neuen US-Präsidenten günstig für den E-Automarkt sei, sowie auf Ziele, die sich China gesteckt habe.

Entsprechend rechnet er für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 von Infineon mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate für den Umsatz aus eigener Kraft von 17 Prozent. Bisher war er von 14 Prozent ausgegangen. Zugleich stiegen auch Duvals Schätzungen für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um bis zu zehn Prozent. Zudem begründete er sein höheres Kursziel mit einem höheren Bewertungsmultiplikator angesichts der Bewertungen der US-Wettbewerber und bezog auch eine Übernahme-Komponente ein.

Für mit "Buy" eingestufte Aktien rechnet Goldman Sachs auf dem aktuellen Kursniveau sowie im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Unternehmen aus der gleichen Branche mit einem hohen Renditepotenzial./ck/gl/mis

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.01.2021 / 17:53 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben


Quelle: dpa-AFX
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