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André Kostolany hatte wieder einmal Recht

| Quelle: Lars Brandau | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

„An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil“. Und weil das so ist, suchen viele Marktteilnehmer zunehmend kalkulierbare Produkte. Eine große Rolle spielen dabei Nachhaltigkeitsaspekte. Da machen die Zertifikate keine Ausnahme. Raus aus der Nische des Special-Interest und mitten rein in die vollen Regale. Das Thema Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr wegzudenken; das ist gut und richtig so. Entsprechend stellen sich auch die Emittenten der strukturierten Wertpapiere auf. Anleger werden aus einer wachsenden Produktpalette nachhaltiger strukturierter Wertpapiere auswählen können. Rund zwei Drittel der Banken planen, 2021 verstärkt nachhaltige Produkte aufzulegen. Das zeigt die Branchenumfrage des Deutschen Derivate Verbands unter 19 Instituten, die mehr als 95 Prozent des Gesamtmarktmarktes ausmachen. Allerdings befürchten auch knapp 58 Prozent der Emittenten, dass die Nachhaltigkeitsagenda der Politik regulatorische Eingriffe in bestehende Systeme mit sich bringen wird. Das könnte wiederum zu Umsetzungskosten für die Finanzbranche führen. Der DDV-Umfrage zufolge rechnen die Emittenten weiterhin mit steigenden Kosten durch neue oder veränderte Finanzmarktregelwerke. Heute schon an morgen denken, die Zukunft aktiv und verantwortungsbewusst gestalten, dieses Ziel können auch Privatanleger verfolgen. Es ist kein Widerspruch, die Chancen an den Kapitalmärkten zu nutzen und gleichzeitig in Unternehmen zu investieren, die respektvoller und wertschätzender mit Menschen der Umwelt und damit auch unserer Zukunft umgehen. Studien haben sogar gezeigt, dass eine nachhaltige Unternehmenspolitik Anlegern langfristig eine bessere Rendite versprechen kann. Denn nachhaltig ausgerichtete Unternehmen sollten durch ihre Unternehmenspolitik, Managementprozesse, ihre Produktionsabläufe und Produkte langfristig den Unternehmenswert stärker steigern können als Unternehmen, die diese Aspekte vernachlässigen. Die Emittenten von strukturierten Wertpapieren richten ihr Angebot zunehmend auf die Bedürfnisse der Kunden aus, die den privaten Vermögensaufbau mit Verantwortung für eine nachhaltigere Wirtschaft verknüpfen wollen. Für die kommenden Jahre stellt sich die Branche mit dieser Ausrichtung gut auf. Sie fördert die ökologische Transformation und steigert damit zugleich ihre Resilienz gegenüber Nachhaltigkeitsrisiken.

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Lars Brandau

Lars Brandau Lars Brandau ist seit Gründung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) Geschäftsführer und vertritt den DDV auch in den Arbeitsgruppen des europäischen Dachverbands EUSIPA. Der studierte Germanist und Politologe gilt als ausgewiesener Kommunikationsprofi. Zuvor war er unter anderem in verschiedenen leitenden Funktionen beim Nachrichtensender n-tv; zuletzt als Chefmoderator. In dieser Zeit berichtete er als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten, kommentierte zahlreiche Landtags- und Bundestagswahlen und moderierte drei Jahre lang die Telebörse. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de

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