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Angebotsausfälle lassen Ölpreise weiter steigen

| Quelle: Commerzbank_TagesInfo_Rohstoffe | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Energie: Die Ölpreise bleiben im Aufwind. Brent verteuert sich auf 79 USD je Barrel, WTI kostet gut 74 USD. Preistreibend sind Meldungen, wonach heute in der norwegischen Ölindustrie gestreikt wird, nachdem Lohnverhandlungen gescheitert sind. Betroffen hiervon ist zunächst ein Ölfeld mit einer Tagesproduktion von 63 Tsd. Barrel. In einem ohnehin bereits angespannten Markt könnte aber auch diese verhältnismäßig geringe Menge Auswirkungen auf die Preise haben. Denn außerdem fehlen bereits beträchtliche Mengen libyschen Öls. Laut dem Chef der staatlichen Ölgesellschaft NOC liegt die libysche Ölproduktion aktuell bei 527 Tsd. Barrel pro Tag und damit nicht mal der Hälfte der Produktion im Februar. Zudem soll die Produktion weiter sinken. Grund hierfür ist die Schließung von wichtigen Ölhäfen. Diese waren zunächst von bewaffneten Rebellen besetzt und sind nach der Rückeroberung durch Truppen des ostlibyschen Militärkommandeurs Haftar an eine nicht anerkannte Ölgesellschaft übergeben worden. Zu den Ausfällen in Libyen kommen noch weitere in Kanada hinzu. Die betroffene Produktionsanlage soll laut Angaben des Betreibers ab Mitte Juli wieder hochgefahren werden und im September ihre normale Auslastung erreichen. Derzeit fehlen durch den Ausfall 360 Tsd. Barrel Rohöl pro Tag. Über all dem schwebt noch der drohende Wegfall der iranischen Ölexporte, der zu einem beträchtlichen Rückgang der freien Förderkapazitäten führen dürfte. Japan bspw. wird gut unterrichteten Kreisen zufolge nach September kein Öl aus dem Iran mehr einführen, wenn es keine Ausnahmen von den US-Sanktionen bekommt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: In Großbritannien ist nach dem Brexit-Minister David Davis am Wochenende gestern auch Außenminister Boris Johnson zurückgetreten. Beide gelten als Brexit-Hardliner, die die Brexit-Politik von Premierministerin Theresa May nicht mehr mittragen wollen. Die Rücktritte erhöhen die Chance für May, dass sie ihre Regierung hinter dem jüngst auf ihrem Landsitz in Chequers ausgehandelten Kompromiss zur Ausgestaltung des Brexit vereinigen kann. Dafür muss May allerdings die Verhandlungen mit der EU erfolgreich zu Ende bringen. Details zur Position der britischen Regierung sollen übermorgen veröffentlicht werden. Ganz entspannt sieht der Markt die beiden Rücktritte dann aber doch nicht, da sie Anzeichen einer größeren Instabilität der britischen Regierung sein könnten. Gold zeigt sich davon jedoch völlig unbeeindruckt und fällt heute Morgen wieder unter 1.260 USD je Feinunze. Es hat seine gestrigen Gewinne im Zuge eines schwächeren US-Dollar somit nicht gehalten. Im Einklang mit Gold geben auch die anderen Edelmetalle leicht nach. Die spekulativen Finanzinvestoren haben sich in der Woche zum 3. Juli laut CFTC-Statistik weiter pessimistisch gezeigt, wobei der Aufbau der Netto-Short-Positionen bei Gold nicht so stark ausgefallen ist, wie man anhand des Preisrutsches hätte vermuten können. Bei Silber haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Long-Positionen in der Berichtswoche mehr als halbiert und bei Platin haben die Netto-Short-Positionen ein neues Rekordhoch erreicht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die meisten Metallpreise haben gestern den Tag über ihre anfänglichen Gewinne halten können und verteidigen diese auch heute Morgen. Allerdings legen sie nicht weiter zu, so dass zum Beispiel Kupfer nach wie vor bei rund 6.400 USD je Tonne handelt und Nickel knapp oberhalb von 14.000 USD notiert. Wie von uns mehrfach beschrieben, wurde der Preisrückgang der Metalle in den letzten Wochen durch den Rückzug der spekulativen Finanzanleger verstärkt. Dies hat die verspätet veröffentlichte CFTC-Statistik erneut gezeigt. In den letzten drei Berichtswochen wurden die Netto-Long-Positionen bei Kupfer an der Comex in New York um über 90% auf nur noch 7 Tsd. Kontrakte (per 3. Juli) abgebaut. Der Kupferpreis war in dieser Zeit um 10% gefallen und hatte seitdem zwischenzeitlich weiter nachgegeben. Die LME-Statistik zur Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer, die heute veröffentlicht wird, dürfte ein ähnliches Bild zeigen.
Von seinem 3-Monatstief etwas erholt hat sich auch Aluminium, das heute Morgen gut 2.100 USD je Tonne kostet. Medienberichten zufolge, die sich auf Daten der Eisenbahn beziehen, setzt der größte russische Aluminiumproduzent die Verlagerung von Aluminium von seinen Fabriken im Landesinneren in die Häfen fort. Demnach wurde im Mai dreimal so viel Aluminium transportiert wie im April. Ob dies auch tatsächlich exportiert wurde, lässt sich aus den Daten der Eisenbahn aber nicht erkennen.

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