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Apple & Co. – Darum ist Diversifikation an der Börse eben doch sinnvoll

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die aktuelle Entwicklung rund um den Tech-Giganten Apple (fiel gestern auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai) dient als gutes Lehrstück dafür, wie man sich an der Börse (nicht) verhalten sollte. Und dabei geht es längst nicht nur um Apple selbst. Jahrelang sind die Zulieferer des iPhone-Herstellers hervorragend damit gefahren, den Großteil ihrer Umsätze mit der Fertigung von Produkten für den US-Konzern zu generieren. Apple brachte immer neue Geräte auf den Markt, die von den Konsumenten auch immer sehr rege nachgefragt wurden. Entsprechend gut liefen die Geschäfte bei Firmen wie der niederländischen AMS, Dialog Semiconductor oder STMicro, um nur einige zu nennen. Und auch die Kursentwicklung der jeweiligen Aktien konnte sich mehr als sehen lassen.

Bei Dialog Semiconductor reichten dann schon Spekulationen über die Herstellung eigener Chips durch Apple aus, um die Aktie einbrechen zu lassen. Mittlerweile hat sich das Blatt hier wieder gedreht. Viele andere Zulieferer litten zuletzt aber unter extrem schwachen Kursen, weil reihenweise Prognosen revidiert werden mussten. Grund dafür war zumeist die Nachfrageschwäche eines „wichtigen Kunden“. Auch wenn dieser Kunde nicht explizit genannt wurde, ist längst jedem klar, dass es sich nur um Apple handeln kann. Zumal das Unternehmen jüngst auch selbst einen vergleichsweise vorsichtigen Ausblick auf das Weihnachtsquartal gegeben hatte.

Die gerade bei kleineren Zulieferern bestehende Abhängigkeit des Geschäftserfolgs von einem einzigen Kunden ist gravierend und hochgefährlich. Selbst wenn es sich dabei um so ein erfolgreiches Unternehmen wie Apple handelt. Anleger, die sich vor einem Investment mit den fundamentalen Daten der Firmen beschäftige, sollten daher immer einen Blick auf den Kundenkreis und die im Geschäftsbericht zu diesem Thema veröffentlichten Risikohinweise lesen. So erspart man sich im Nachgang unliebsame Überraschungen.

Dasselbe gilt aber natürlich auch bei der Geldanlage selbst. Selbstverständlich kann man mit gezielten Stockpicking an der Börse sehr erfolgreich sein. Wenn man die eine Aktie erwischt, die so richtig durchstartet, dann explodiert auch die Depot-Performance. Das sieht im Erfolgsfall immer super aus und fast jeder wird im stillen Kämmerlein für sich mal durchgerechnet haben, wie viele Millionen er jetzt auf dem Konto hätte, wenn er frühzeitig auf Highflyer wie Microsoft, Facebook oder eben Apple gesetzt hätte.

Vergessen werden dabei oft die Risiken und dass es eben nur ganz wenige Firmen schaffen, wirklich nachhaltig so erfolgreich zu sein. Hohe Verluste gibt es bei solchen Anlage-„Strategien“ wesentlich häufiger, nur redet eben kaum einer darüber. Wer wirklich investieren und nicht nur mit ein bisschen Spielgeld zocken möchte, der sollte sich daher immer eine Auswahl mehrerer spannender Aktien oder auch anderer Wertpapiere ins Depot legen. Sonst kommt sehr wahrscheinlich irgendwann das böse Erwachen, so wie jetzt bei vielen Apple-Zulieferern.

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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