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Attraktive Bonus-Spekulation bei K+S nach der Stabilisierung

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Über 20 Prozent hat die Aktie von K+S im bisherigen Jahresverlauf verloren. Damit ist die Performance doppelt so schlecht wie beim Benchmark-Index MDax. Und das, obwohl die Aktie bis Mitte Mai mit einem Plus von 25 Prozent noch zu den Top-Werten zählte. Danach ging es dann aber rapide bergab. Begleitet wurde der Absturz von einer sich stetig verschlechternden Nachrichtenlage rund um das Unternehmen. Der bisherige Tiefpunkt war sicher die Gewinnwarnung vor wenigen Wochen. Nach einem verlustreichen dritten Quartal musste der Dünger- und Salzproduzent seine Prognosen für das Gesamtjahr nach unten revidieren. Begründet wurde das mit der starken Trockenheit und des daraus resultierenden niedrigen Flusspegels in der Werra. Dadurch konnte K+S hier nicht in gewohntem Maße seine Salzwässer entsorgen. Das führte zu höheren Transportkosten. Zudem musste in zwei Werken die Produktion für mehrere Wochen stillgelegt werden.

Weil der Vorstand ähnliche Probleme auch für das laufende Quartal nicht ausgeschlossen, etwaige Effekte in der gesenkten Prognose aber noch nicht berücksichtigt hatte, war die Aktie trotz der zuvor bereits sehr pessimistischen Markterwartungen noch mal deutlich unter Druck geraten. Zu Wochenbeginn nun sorgte K+S wieder für etwas Erleichterung bei den Aktionären. Zumindest bis Weihnachten sei die Kaliproduktion im Werk Werra gesichert, wurde da verkündet. Zudem wären weitere Stillstände der Produktion im ersten Quartal selbst bei anhaltender Trockenheit unwahrscheinlich. Dementsprechend wurde die Zielspanne von 570 bis 630 Mio. Euro beim operativen Gewinn (EBITDA) bestätigt. Das Auftausalzgeschäft müsse dafür im Dezember auch nur „durchschnittlich“ ausfallen. Zusammen mit relativ optimistischen Aussagen bezüglich der Entwicklung im kommenden Jahr konnte sich die Aktie wieder erholen. Positiv wird zudem gewertet, dass die bei der Aktie sehr aktiven Short-Seller ihre Positionen zuletzt reduziert haben.

Die mit Blick auf die Verschuldung erfolgte Abstufung der Bonitätsbewertung durch die Ratingagentur Moody's sorgte dann gestern auch nur kurz für schwächere Kurse. Hier könnte der Boden also tatsächlich erreicht worden sein. Zumal die Aktie in der abgelaufenen Woche kurzzeitig das Tief aus dem Sommer 2013 und damit eine markante Unterstützung getestet hatte. Genau dort kam es dann auch zu der Erholung, die bis jetzt anhält. Auf eine weitere Fortsetzung dieser Bewegung setzen auch die meisten Analysten. Bis auf JPMorgan (Kursziel: 14,50 Euro) siedeln alle Banken den fairen Preis von K+S über dem aktuellen Kursniveau an. Vor diesem Hintergrund bietet sich die Aktie für eine bei Anlegern sehr beliebte Strategie an. Dabei geht es darum, mit möglichst geringem Risiko eine deutlich überproportionale Gewinnchance zu erlangen.

Möglich ist das auch ohne den Einsatz von Hebelprodukten zum Beispiel mit Bonus Cap Zertifikaten. Dafür wählt man eine Barriere aus, die nicht allzu weit vom aktuellen Kurs der Aktie entfernt ist. Die Gefahr einer Barriere-Verletzung ist damit natürlich relativ hoch. Dank der angesprochenen Unterstützung im Chart kann man das Risiko hier aber durchaus mal eingehen. Bei einer Barriere von 14,50 Euro (13 Prozent Risikopuffer) und einer Laufzeit bis Ende 2019 (hier sind natürlich auch anderen Varianten denkbar) sind je Aufgeld (entscheidend für die Höhe der Verluste im Falle eines Bruchs der Barriere) Renditen zwischen 22 und 56 Prozent möglich. Wer das Risiko gegenüber einem Direktinvestment nicht erhöhen möchte, der wählt ein Zertifikat ohne Aufgeld. Hier winkt im Erfolgsfall ein attraktiver Bonusertrag von 35 Prozent oder 33 Prozent p.a. (WKN: TR4RBH).

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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