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Aufgeregte Hühner

| Quelle: Hans A. Berneck... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Berlin scheint in dieser Frage ein Phänomen zu sein. Der DIHT bestreitet vehement, dass eine V-Formation möglich oder wahrscheinlich ist. Er nimmt das deutsche Wachstum für dieses Jahr auf 10 % zurück. Die Kollegen von nebenan aus dem DIW, vertreten durch ihren Präsidenten, liegen bei 9,6 % Minus und bezweifeln das Konjunkturpaket vehement. Fragt sich nun, was spätestens in ein oder zwei Wochen die bekannten Sachverständigen oder die Konjunkturpropheten kommentieren. Bezeichnend dafür wiederum ist, dass die überwiegende Zahl der Unternehmen, soweit sie sich zur Lage geäußert haben, die Erholung bereits erkennt, aber die eigentliche Dynamik per 2021 voraussagt. Bis dahin sind es noch sechs bis sieben Monate. Konfuser geht es also nicht. Was macht die Börse daraus?

Der rasante Anstieg nach dem Zusammenbruch ist hinreichend bekannt. Rund 40 % DAX-Gewinn in so kurzer Zeit sind natürlich erst zu überprüfen. Inzwischen sortiert der DAX seit fast fünf Wochen sorgfältig aus, welcher Kurseinstieg richtig und welcher korrekturbedürftig ist. Das gehört zu einer ordentlichen Konsolidierung und bezeichnenderweise diesmal auf einem sehr hohen Niveau und in einer engen Bandbreite für den DAX von rund 1.000 Punkten. Das wiederum gab es in dieser Form ebenfalls noch nie. Was drückt sich darin aus?

In der begonnenen Berichtssaison wird jeder Kurs auf den Prüfstand gestellt. Es hängt davon ab, was die jeweiligen Vorstände zur Sache aussagen können. Es gibt Gewinner und Verlierer und damit besteht eine gute Aussicht, dass die gesamte Konsolidierung noch mindestens bis Ende des Monats oder weiter reicht, bis die Firmenagenda abgearbeitet ist. Es wäre der beste Qualitätstest für alle Aussagen rund um das Corona-Virus und die Wirtschaftsfolgen im Allgemeinen und im Detail der jeweiligen Firmen.

Die Amerikaner stecken mehr oder minder im gleichen Thema. Von New York gehen die weit wichtigeren Fragen und Probleme aus. Von daher droht mithin die etwas größere Gefahr, wenn die Amerikaner die Pandemie nicht in den Griff bekommen und sich die Erholung in den USA verzögert. Dazu gehört das bekannte Klumpenrisiko in den großen Techs. Hier gibt es etwas Neues. Facebook hat offenbar Probleme, mit seinem bisherigen Verhalten die Werbekunden an Bord zu halten. Darin liegt ein besonderes Problem. Sollten Facebook und Alphabet/Google einen Teil ihrer Werbekunden verlieren, haben beide ein Gewinnproblem. Schließlich leben sie zu über 90 % von der Werbung. Amazon und Apple sind davon weniger oder gar nicht betroffen. Jedenfalls: Realisiert sich diese Gefahr, ist mit umfangreichen Devestitionen in diesen Titeln zu rechnen.

Ihr

Hans A. Bernecker

 

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Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker Hans A. Bernecker ist das Urgestein der dt. Börse. Seit grob sechs Jahrzehnten bietet der Nationalökonom Orientierung bei der Markteinschätzung und der Ableitung von Investmentchancen. Neben seinem Informationsdienst "Die Actien-Börse" stehen diverse Börsenbriefe aus seinem Redaktionsteam. Charakteristisch ist sein Mut, bei Bedarf gegen den Meinungsstrom zu schwimmen. Dabei kommt ihm nicht nur sein langjähriger Erfahrungsschatz zugute, sondern auch unzählige persönliche Kontakte, die ihm besonders intime Einblicke ermöglichen.

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