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Ausblick 2018: Anleihen shorten, Platin und Trendthemen präferieren

| Quelle: INV

Sehr ausführliche Prognosen zu der Entwicklung der Kapitalmärkte kamen in den vergangenen Wochen von dem Chefanlagestrategen der Commerzbank. Darin befanden sich unter anderem fünf „Kernbotschaften“ für das kommende Börsenjahr. Als vielleicht spannendste Aussage werten wir die Empfehlung im Bereich der Anleihemärkte. Dass Anleihen im Niedrigzinsumfeld wenig attraktiv sind und aufgrund drohender Kursrückgänge bei steigenden Renditen zumindest während der Laufzeit sogar als „riskant“ eingestuft werden, ist zwar wenig spektakulär. Solche Warnungen gab es auch in den vergangenen Jahren bereits. Die Idee, aufgrund einer möglicherweise anziehenden Inflation gezielt mit Short-Produkten auf den deutschen oder US-amerikanischen Zinsfuture an einem schnellen Renditeanstieg an den Rentenmärkten partizipieren zu wollen, ist mit Blick auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre aber wirklich mutig. Zu oft gingen solche Spekulationen schon schief. Aber wer weiß, vielleicht haben die Experten ja diesmal genau den richtigen Riecher. Die Commerzbank selbst bietet jedenfalls über die Tochter Comstage zwei Short-ETFs auf den Bund-Future (WKN: ETF562 oder mit zweifachem Hebel unter WKN: ETF563) an, die für solche „Zins-Wetten“ geeignet erscheinen.

Abseits der „Kernbotschaften“ fällt noch eine konkrete Empfehlung im Segment der Rohstoffe ins Auge. Dort sehen die Strategen das beste Chance-/Risikoverhältnis bei den Edelmetallen, wo ebenfalls mit Blick auf die steigenden Inflationserwartungen sowie das tendenziell sinkende Angebot ein „erheblicher Preissteigerungsspielraum und ein sehr gutes Chance-/Risikoverhältnis“ gesehen wird. Obwohl auch die Altempfehlung Palladium trotz eines deutlichen Anstiegs weiter aufrechterhalten wird, präferieren die Experten für das kommende Jahr aufgrund der geringeren Risiken den Kauf von Platin. Seit Jahresbeginn ist der Platinpreis um ca. 10 Prozent gefallen (Palladium um fast 50 Prozent gestiegen) und die Commerzbank ist der Meinung, dass dies „zu Unrecht durch die Dieseldiskussion“ geschehen sei. Bei einem aktuellen Niveau von rund 950 US-Dollar erwarten die Rohstoff-Experten der Commerzbank im Jahresdurchschnitt 2018 einen Kurs von 1125 Dollar. Zusätzliche Kursgewinne könnte es geben, wenn die LBBW mit ihrer Prognose eines fallenden Euro/Dollar-Kurses Recht behält (Investmentecke von Dienstag). Um diese Chance nutzen zu können, müssten Platin-Produkte ohne Währungssicherung gekauft werden (WKN: A0N62D). Ansonsten gibt es Platin-ETFs bei etwas höheren Kosten (0,75 Prozent statt 0,49 Prozent p.a.) auch mit eingebautem Währungsschutz (WKN: A1EK0H).

Neben den üblichen Jahresprognosen hat die Commerzbank auch wieder einen Langfristausblick auf die kommenden Jahre gewagt und dabei zunächst die Ende 2016 genannten Trendthemen (die zunehmende Alterung der Weltbevölkerung, die globale Erderwärmung sowie das IT-Spezialthema „Virtual Reality“) erneut als perspektivisch aussichtsreiche Investitionsmöglichkeiten hervorgehoben. Als konkrete Anlageidee wird dazu passend vor allem der ETF „Ageing Population“ von iShares (WKN A2ANH1) empfohlen. Bei den neu vorgestellten Modetrends halten die Strategen vor allem die Entwicklung autonomer und „intelligenter“ Roboter für zukunftsträchtig. Das Segment „Robotics“ hat demnach „das Potenzial, unser Alltagsleben in den kommenden Jahren grundlegend zu verändern“. Wer davon profitieren möchte, der kann dies zum Beispiel über den von der Commerzbank ebenfalls empfohlenen iShares-ETF „Automation & Robotics“ versuchen (WKN: AFANHD).

Thomas Koch

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Charttechnischer Ausblick auf die Finanzmärkte 2018
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