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Ausblick 2018: Begrenzte Gewinnchancen sinnvoll mit Discount Calls hebeln

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Mit den gestern hier auszugsweise veröffentlichten Prognosen zur Entwicklung des deutschen Aktienmarktes im kommenden Jahr befinden sich die Analysten insgesamt auf der sicheren Seite. Mit dem propagierten „Die Kurse könnten weiter steigen, aber achten Sie auf die zunehmenden Risiken“ ist ja irgendwie jedes halbwegs denkbare Szenario abgedeckt. Anlegern hilft das natürlich nur bedingt weiter, denn am Ende des Tages geht es ja nicht darum, Kursbewegungen zu erklären, sondern Geld zu verdienen. Wer den grundsätzlichen Optimismus der Experten teilt, dabei aber Bedenken wegen möglicher temporärer Kurseinbrüche hat, der sollte auf jeden Fall auf Produkte wie Knock-out-Scheine oder auch Bonuszertifikate verzichten, weil diese mit Barrieren ausgestattet sind, deren Unterschreiten zum sofortigen Aus führt bzw. die Erfolgschancen entscheidend mindert.

Mit Blick auf das zwar vorhandene, aber vermeintlich begrenzte Potenzial könnten Discount-Optionsscheine auf den Dax eine sehr sinnvolle Lösung sein. Ein Discount-Call mit gut einjähriger Restlaufzeit, einem Basispreis von 13000 Punkten und einem Cap bei 14000 Punkten kostet aktuell zum Beispiel rund 4,60 Euro (WKN: UW5YNG). Für einen vergleichbaren klassischen Dax-Call muss man mit 8,20 Euro hingegen fast das Doppelte auf den Tisch legen (zum Beispiel WKN: HU9AFM). In Euro ausgezahlt wird bei beiden Scheinen am Ende die aufgrund des Bezugsverhältnisses durch 100 geteilte Differenz zwischen dem Dax-Stand bei Fälligkeit und dem Basispreis (13000 Punkte). Einziger Unterschied und damit auch der Grund für den Preisunterschied ist, dass die Auszahlung bei dem Discount Call durch den Cap auf 10 Euro begrenzt ist, während bei dem klassischen Optionsschein nach oben hin theoretisch alles möglich ist.

Anleger, die sich zwischen diesen beiden Varianten entscheiden wollen, können ganz einfach die verschiedenen Szenarien zum Laufzeitende hin durchspielen. Steht der Dax in gut einem Jahr auf oder unter 13000 Punkten, verfallen beide Scheine wertlos. Über dieser Marke ist jeder Dax-Punkt genau einen Cent wert. Ein Indexstand von 13500 Punkten hätte also jeweils eine Rückzahlung von 5 Euro zur Folge. Während man bei dem Discount-Call immerhin einen Mini-Gewinn erzielen würde, stünde bei dem normalen Dax-Call immer noch ein Verlust von 40 Prozent geschrieben. Bis zu einem Indexstand von 14000 Punkten (Discount-Call dann + 115 Prozent, klassischer Call + 20 Prozent) ist die Höhe der Auszahlung, nicht aber das Ergebnis jeweils identisch.

Der (zum Teil sehr deutliche) Performance-Vorteil des Discount-Calls geht erst dann verloren, wenn der Dax im Dezember 2018 über 14760 Punkten steht, weil der klassische Dax-Call dann den maximal möglichen Gewinn des Discount-Calls von 115 Prozent (bezogen auf die o.a. Kurse der Scheine) überschreitet. Stand jetzt ist die Variante mit begrenzter Gewinnchance also immer dann die sinnvollere Lösung, wenn Anleger bei Dax auf Jahressicht kein Plus von mehr als ca. 15 Prozent erwarten.

Thomas Koch

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