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Ausblick 2018: Deutsche Aktien können weiter steigen, aber…

| Quelle: INV

Ein großes Thema in den Vorschauen auf das kommende Börsenjahr sind natürlich die Aktienmärkte. Der Grundtenor dabei ist (mal wieder), dass die Rally noch nicht zu Ende ist und somit weitere Kursgewinne möglich erscheinen. Allerdings sind sich die meisten Analysten einig, dass das Potenzial nach oben geringer wird (nach so deutlich gestiegenen Kursen rein mathematisch schon völlig normal) und dass die Kursschwankungen sowie damit auch die Risiken 2018 zunehmen werden. Die Commerzbank etwa spricht davon, dass das kommende Börsenjahr „volatiler und nervenaufreibender als 2017“ werden dürfte. Bei Vola-Indizes, die in der Nähe ihrer Rekordtiefs liegen, ist auch das keine allzu gewagte Prognose.

Als Hauptargument für den überwiegend vorhandenen Optimismus dienen die positiven Konjunkturprognosen, die bei den meisten Unternehmen zu steigenden Gewinnen führen sollten. Zumindest im langfristigen Durchschnitt spiegeln die Aktienkurse ja die Entwicklung dessen wider, was die börsennotierten Firmen unter dem Strich verdienen. Für das kommende Jahr rechnen Analysten in den großen Industrienationen mit einem Anstieg der Unternehmensgewinne zwischen 10 und 15 Prozent. Bei der Weberbank heiß es daher auch „Wenn die Bewertungsniveaus konstant bleiben sollten, kann man daraus weiteres Potential für die Aktien ableiten“. Wobei sich jeder Anleger im Kalren darüber sein sollte, dass Bewertungen auch stark schwanken können.

Ähnlich argumentieren trotzdem auch die Kollegen bei M.M.Warburg, die zum Beispiel deutsche Aktien trotz der jahrelangen Rally als „nicht hoch bewertet“ bezeichnen. Dabei beruft man sich auf die Kennzahl des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV), das basierend auf den Gewinnerwartungen für die kommenden 12 Monate lediglich bei 13 liegt, während der langjährige Durchschnitt einen Wert von 15 anzeigt. Da für 2019 ebenfalls steigende Gewinne erwartet werden, würde sich das KGV weiter auf 12 reduzieren. Setzt man nun den o.a. Durchschnittswert als Maßstab an, kommt man für den DAX auf „faire“ Niveaus von 14700 (für 2018) bzw. 15900 Punkte (für 2019). Bei M.M.Warburg hält man vor diesem Hintergrund im kommenden Jahr Notierungen zwischen 14500 und 15000 Punkten für erreichbar. Gerade am deutschen Aktienmarkt sei der Blick auf die Konjunkturprognosen ein wichtiges Hilfsmittel, weil hierzulande viele zyklische Aktien notiert sind, „die besonders stark auf Veränderungen der ökonomischen Rahmenbedingungen reagieren“. Als Beispiele werden Aktien von Automobilherstellern sowie Chemie- und Industrieunternehmen genannt.

Die Deutsche Asset Management hingegen stuft Aktien bereits als „teuer“ ein, was aufgrund der guten Gewinnaussichten der Unternehmen aber nichts daran ändern dürfte, dass die Kurse weiter steigen. Für den Dax wird ein Kursziel von 14100 Punkten abgegeben, gleichzeitig aber ebenfalls vor zunehmenden Risiken gewarnt. „Überraschende Inflationszahlen, enttäuschende Wachstumszahlen aus China oder der Kollaps der US-Steuerreformpläne“ könnten aufgrund der „gegenwärtig hohen Risikoneigung der Anleger“ im Laufe des kommenden Jahres dazu führen, dass es zu „abrupten Auflösungen von Risikopositionen“ kommt. Was Anleger aus diesen Prognosen konkret machen können, gucken wir uns hier morgen im Detail an.

Thomas Koch

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