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Ausblick auf das zweite Halbjahr: Zwei-Stufen-Plan beim Euro und Vola-Impuls bei Silber

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

In ihrem Ausblick auf die zweite Hälfte des Börsenjahres 2018 haben die technischen Analysten von HSBC vor allem beim Euro/Dollar-Kurs und den Edelmetallen interessante Prognosen aufgestellt. Bei dem Währungspaar zeichnen die Experten ein zweigeteiltes Bild. Ausgehend von dem als „Schlüsselzone“ bezeichneten Niveau bei 1,15 Dollar (wurde in den vergangenen Wochen zweimal erfolgreich getestet) könnte der Euro zunächst eine Erholung starten, die aber spätestens im Bereich um 1,21 Dollar enden sollte. Das wäre dann der nächste Schritt zur Ausbildung einer so genannten Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS), die in der Charttechnik als obere Umkehrformation angesehen wird. Als Zielmarke würde in dem Fall ein Niveau von ca. 1,05 Dollar gelten, was passenderweise auch mit den Tiefpunkten aus den Jahren 2015 und 2017 übereinstimmt.

Ein solches Szenario wäre auch mit Blick auf das typische saisonale Verlaufsmuster des Währungspaares stimmig. In Zwischenwahljahren (bezogen auf die Präsidentschaftswahlen in den USA) erlitt der Dollar im Zeitraum von Juni bis September häufig einen Schwächeanfall. Ab dem Schlussquartal sehen die Analysten dann ein großes Risiko einer erneuten Abwärtsbewegung beim Euro/Dollar-Kurs. Wer auf einen fallenden Euro spekulieren möchte, der sollte sich also zunächst vielleicht noch zurückhalten. Wir werden auf diese Analyse später dann zurückkommen, falls die angepeilten Niveaus tatsächlich erreicht werden. Kurzfristig agierende Trader können bis dahin natürlich auf die mögliche Erholung des Euro setzen, wobei sich Stoppkurse unterhalb des jüngsten Doppeltiefs bei rund 1,15 Dollar anbieten. Wer das Ganze mit hohen Hebeln spielen möchte, der wählt Papiere wie den Unlimited Turbo Long Optionsschein der BNP Paribas, bei dem Basispreis und Knock-out-Marke aktuell bei 1,1469 Dollar liegen (WKN: PR59TG; Hebel von 50).

Im Segment der Edelmetalle prognostizieren die Charttechniker von HSBC vor allem beim Silberpreis in Kürze einen großen Vola-Impuls bzw. eine starke Trendbewegung. Fest machen die Strategen das vor allem daran, dass die Korridore, in denen der Preis seit längerem seitwärts verläuft, zuletzt immer enger geworden sind. Es herrscht also extrem wenig Bewegung und die großen gleitenden Durchschnitte liegen fast auf demselben Niveau. Typisch für solche Muster ist, dass der nach einem Ausbruch aus der Range folgende Bewegungsimpuls zumeist schnell, dynamisch und nachhaltig ausfällt. Als wichtige Triggerpunkte für die nächsten sechs Monate wurden ganz konkret die Marken von 16,00 Dollar (unten) sowie 17,50 Dollar (oben) genannt. Vor zwei Monaten hatten wir an dieser Stelle bereits berichtet, dass HSBC als mittelfristige Zielmarke das 2016er-Jahreshoch bei 21,10 Dollar anvisiert (Investmentecke vom 24. April).

Vor diesem Hintergrund können ganz mutige Anleger einem möglichen Ausbruch nach oben auch vorgreifen und schon jetzt auf einen steigenden Silberpreis spekulieren. Da eine Feinunze aktuell nur etwas mehr als 16 Dollar kostet und sich Silber damit am unteren Ende des Korridors befindet, können solche Positionen ebenfalls mit einem engen Stoppkurs abgesichert werden. Die entsprechenden Produkte wie zum Beispiel ein währungsgesicherter Unlimited Turbo Long der Commerbank (WKN: CE1XDH; Basispreis und Knock-out-Marke bei 15,07 Dollar; Hebel von 12) besitzen relativ hohe Hebelkräfte, wodurch der Kapitaleinsatz gering gehalten werden kann. Das ist auch ratsam, denn das Risiko eines Totalverlustes ist hier nicht gerade gering.

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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