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Ausnahmesituation macht Zertifikate auf ProSiebenSat.1 attraktiv

| Quelle: INV

In der ersten Investmentecke nach unserer diesjährigen Sommerpause widmen wir uns direkt mal einem recht speziellen Thema, das aus Sicht der Anleger gleichzeitig aber auch unheimlich spannend ist. Konkret geht es um die Kennzahl der impliziten Volatilität und ihren Einfluss auf die Konditionen von strukturierten Wertpapieren. Dabei greifen wir ein ganz aktuelles Beispiel auf, wobei wir gerne einräumen, die Idee zumindest teilweise bei HSBC „geklaut“ zu haben.

Die Düsseldorfer haben in Newsletter „Daily Trading“ am Freitag nämlich auf eine interessante Konstellation bei der Aktie von ProSiebenSat.1 hingewiesen. Die war am Dienstag nach einem vorsichtigeren Unternehmensausblick für das TV-Werbegeschäft um 15 Prozent eingebrochen. Dabei wurde mit dem Tief aus dem Oktober 2014 eine markante charttechnische Unterstützung bei rund 28 Euro kurzzeitig unterschritten. Durch die Stabilisierung der vergangenen Tage konnte diese Marke aber erst mal wieder zurückerobert werden. Am Freitag schloss die Aktie bei 27,75 Euro, also knapp noch einmal darunter. Ein nachhaltiger Bruch liegt allerdings noch nicht vor. Und das könnte auch so bleiben. Die Charttechniker von HSBC sprechen nämlich sogar von einer so genannten Kreuzunterstützung und betonen darüber hinaus, dass der „RSI-Indikator“ auf dem niedrigsten Stand seit 2009 und damit „tief im überverkauften Terrain“ liegt.

Im Zuge des Kursrutsches ist die implizite Volatilität, eine Kennzahl für die zukünftig erwarteten Kursschwankungen, wie üblich deutlich angesprungen. Und hier lohnt sich nun ein Blick ins Detail. HSBC weist darauf hin, dass die kurzfristige Volatilität derzeit mehr als doppelt so hoch ist wie die langfristige Vola, was in der Vergangenheit oftmals Extremkonstellationen ausgezeichnet habe. Wir haben uns vor diesem Hintergrund auf der Plattform des unabhängigen Finanzdienstleisters DERICON die dortige „Vola-Matrix“ für die Aktie angesehen und stellen tatsächlich enorme Unterschiede fest. Auffällig sind vor allem die hohen Vola-Werte bei leicht offensiven Basispreisen im Bereich von 9 Monaten Laufzeit, die wesentlich höher ausfallen als zum Beispiel bei 12 oder 15 Monaten, aber auch klar über den kürzeren Laufzeiten liegen.

Für Investoren müsste das im Umkehrschluss bedeuten, dass die Konditionen für strukturierte Produkte mit einer Fälligkeit im Juni des kommenden Jahres momentan besonders attraktiv aussehen. Der Praxischeck bestätigt diese These. Wenn wir uns als kleines Dankeschön für die interessante Idee ausnahmsweise nur auf Produkte von HSBC konzentrieren, dann bietet ein in gut neun Monaten fälliger Discounter auf die ProSiebenSat.1-Aktie bei einem Cap von 30 Euro eine p.a.-Renditechance von 21 Prozent (WKN: TD92NE), während bei einem sonst identischen Zertifikat mit einer drei Monate späteren Fälligkeit nur 16 Prozent möglich sind (WKN: TD92NF). Spielt man dasselbe Szenario mit einem Cap bei 32 Euro durch, dann kommen wir nach gut neun Monaten auf Werte von rund 29 Prozent (WKN: TD7U3Q) gegenüber lediglich 22 Prozent nach etwas mehr als einem Jahr (WKN: TD8Y4H). Eine Anomalie, die ausschließlich mit den unterschiedlichen Vola-Werten zusammenhängt und so auf Dauer sicher nicht anhalten wird. Von daher ist es durchaus möglich, dass hier in den kommenden Wochen selbst bei einer Seitwärtsbewegung der Aktie dank sinkender Volatilität schon Kursgewinne generiert werden können. Wir werden das im Auge behalten und berichten.

Thomas Koch

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