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Auto-Aktien: BMW, Daimler & VW profitieren von US-Zahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die drei deutschen Autohersteller BMW, Daimler und Volkswagen haben ihren US-Absatz im November kräftig gesteigert. Im DAX +0,58% gehörte am Mittwoch vor allem BMW mit einem Plus von über einem Prozent zu den Tagesgewinnern. Volkswagen und Daimler verteuerten sich etewas weniger stark.

Volkswagen gelinge die Trendwende in den USA, schrieben die Autoren des täglichen Bernecker-Börsenbriefs. Auch für BMW und Daimler sei es gut gelaufen. Der US-Automarkt habe insgesamt einen Gang hochgeschaltet. Die US-Autoabsätze hätten sich nach einem schwachen Oktober gut erholt, kommentierte Analyst Patrick Hummel von der UBS.

Reißender Absatz von SUVs

Volkswagen profitierte mit einem Absatz von 29.218 Neuwagen mit einem Plus von gut neun Prozent gegenüber Vorjahres-November vor allem vom reißenden Absatz von SUVs. Bei den in den USA beliebten Stadtgeländewagen hatte VW mit dem frischen Modell vom Tiguan und dem neuen Atlas eine Offensive gestartet. Beim volumenstärksten US-Modell Jetta und beim Passat sanken die Verkäufe hingegen.

Auch der Sportwagenbauer Porsche profitierte von seinen SUV-Modellen. Die Volkswagen-Tochter erhöhte den US-Absatz im November um starke 11,5 Prozent. Vor allem das neue Modell vom Cayenne und der aufgefrischte Kompakt-SUV Macan fanden Anklang bei der US-Kundschaft. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Premium-Hersteller Audi +1,27% verkaufte mit 20.618 Autos sogar gut ein Fünftel mehr als im Vorjahr.

Auch für die deutsche Oberklasse-Konkurrenz lief es im vergangenen Monat rund auf dem US-Markt: BMW brachte mit 31.213 Stück gut zehn Prozent mehr Fahrzeuge seiner Kernmarke auf die Straße als vor einem Jahr. Bei der Tochter Mini gab es indes Einbußen. Rivale Daimler steigerte die Mercedes-Benz-Verkäufe im November verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um deutliche 8,7 Prozent auf 33.721 Autos.

Gewinnentwicklung insgesamt gebremst

Die weltgrößten Autokonzerne laufen jedoch ihren Gewinnen aus dem Vorjahr trotz eines deutlich besseren dritten Quartals weiter hinterher. Nach einem schwachen ersten Halbjahr konnten die meisten Hersteller ihr operatives Ergebnis zuletzt zwar verbessern, wie aus der aktuellen Bilanzanalyse des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) hervorgeht. Alle zusammen verbuchten im dritten Quartal ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Über alle drei Quartale hinweg liegen sie aber immer noch um 11,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Auch die Verkaufszahlen fallen weiterhin insgesamt schlechter aus als 2018. Dass gleichzeitig der Umsatz höher ausfällt, liegt daran, dass viele Hersteller vermehrt größere und teurere Fahrzeuge verkaufen.

Toyota am profitabelsten

"Der Trend zu größeren und teureren Autos federt derzeit noch die Auswirkungen sinkender Stückzahlen ab und sorgt für steigende Gewinne", resümiert EY-Experte Peter Fuß. "Mittelfristig stellt diese Entwicklung aber ein Problem dar - es wird immer schwerer, die strengen CO2-Vorgaben einzuhalten."

Profitabelster Autokonzern der Welt im dritten Quartal war der Analyse zufolge Toyota +0,62%. Die Japaner verkauften auch die meisten Autos, machten den meisten Umsatz und den größten Gewinn. BMW +0,98% belegte in der Profitabilitäts-Rangliste knapp hinter Toyota den zweiten Platz. Volkswagen +1,41% landete auf Platz vier, Daimler +1,51% auf sieben. Die Aktien der Auto-Konzerne profitierten heute auch von Gerüchten über eine erneute Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und China.  (mit Material von dpa-AFX)

Sechs-Monats-Chart BMW (in Euro)
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