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Auto-Aktien wegen Trump-Angst unter Druck

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein kräftiges Plus bei den Pkw-Neuzulassungen im Dezember hat in der EU doch noch für eine positive Jahresbilanz gesorgt. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt gut 15,3 Millionen Pkw zugelassen und damit 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Den Kursen der Auto-Aktien konnte das kurzfristig allerdings nicht aufwärts helfen.

Für die positive Bilanz hat vor allem das Plus von 21,7 Prozent auf 1,22 Millionen Neuzulassungen im Dezember gesorgt. Bis inklusive November waren noch weniger Autos angemeldet worden als ein Jahr zuvor.

Der starke Schlussspurt lag vor allem am schwachen Vorjahresmonat, der deutlich von der Einführung neuer Abgas- und Verbrauchstests (WLTP) beeinträchtigt war. Viele Autohersteller waren schlecht vorbereitet und konnten zahlreiche Modelle nicht mehr liefern.

Deutscher Automarkt mit ordentlichem Plus

Deutschland als größter EU-Automarkt konnte 2019 ein Plus von fünf Prozent aufweisen, in Frankreich und insbesondere in Italien gab es schwächere Zuwächse. Im Vereinigten Königreich gingen die Zulassungen dagegen um 2,4 Prozent zurück. Der Markt dort steht unter dem Eindruck des bevorstehenden Brexit und litt lange unter der Unsicherheit rund um Austrittstermin und -modalitäten. Spanien schnitt allerdings mit einem Minus von 4,8 Prozent noch schwächer ab.

Die deutschen Autokonzerne Volkswagen, BMW und Daimler konnten ihre Zulassungen und auch den Marktanteil steigern. Die Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler verzeichneten bei ihren Marken jedoch Rückgänge.

Auto-Aktien im Rückwärtsgang

Die Aktien aus dem Autosektor standen am Donnerstag erneut auf den Verkaufslisten der Anleger. Volkswagen -0,49% verloren als Schlusslicht im DAX +0,05% zeitweilig zwei Prozent. BMW -0,81% und Daimler -1,26% verbilligten sich um 1,8 bzw. 1,2  Prozent.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump drohte einem Medienbericht zufolge erneut mit Strafzöllen auf Autos aus der EU. Damit soll im Atomstreit mit dem Iran Druck auf Europas Regierungen gemacht werden, sagten Händler.

PSA-Zahlen zehn Prozent unter Vorjahr

Renault-Papiere <FR0000131906 > gaben gut zwei Prozent nach, Aktien von Peugeot PSA -1,11% rutschten sogar zeitweise um drei Prozent ab (siehe Chart). Beim französischen Hersteller mit den Traditionsmarken Peugeot und Citroën belastete zusätzlich ein Absatzeinbruch. Der Opel-Mutterkonzern verkaufte nach eigenen Angaben weltweit 3,49 Millionen Fahrzeuge. Im Jahr 2018 waren es noch 3,88 Millionen Fahrzeuge gewesen. Bereinigt um den Iran, wo der Konzern seine Aktivitäten eingestellt hatte, betrug das Absatzminus im vergangenen Jahr 6,6 Prozent.

PSA will mit dem italienisch-amerikanischen Hersteller Fiat Chrysler -0,69% fusionieren. Opel schreibt nach der Übernahme durch PSA zwar wieder Gewinne, doch der rigide Sparkurs kostet etliche Jobs. PSA-Konzernchef Carlos Tavares will die Geschäftszahlen für 2019 Ende Februar vorstellen.

Der Absatz von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall schrumpfte um 5,9 Prozent auf 977.000 Fahrzeuge, wie der Hersteller mitteilte. Der PSA-Konzern setzte auf dem Stammmarkt Europa im vergangenen Jahr gut drei Millionen Fahrzeuge ab, das war ein Minus von 2,5 Prozent. Erhebliche Rückgänge gab es in Lateinamerika, Afrika, China und dem Mittleren Osten. (Mit Material von dpa-AFX)

12-Monats-Chart Peugeot PSA (in Euro, Paris)
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