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Axel Springer erhält durch KKR-Einstieg neue Möglichkeiten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Aktie von Axel Springer +0,71% zeigt seit der Bekanntgabe des möglichen KKR-Einstiegs steil nach oben. Anleger freuten sich über die Verhandlungen mit dem Finanzinvestor, der die Finanzkraft erhöhen und so neue Zukäufe ermöglichen könnte. Ob es auch zum Börsenabgang kommt, ließ Springer hingegen offen.

Digitalgeschäft brummt

Die Geschäftsführung hatte in jüngster Zeit immer wieder die digitale Ausrichtung des Unternehmens sowie den steigenden Anteil der Umsätze in diesem Bereich betont. Aktuelles Beispiel ist die Ende Mai verkündete Kooperation zwischen der mit der Funke-Gruppe gemeinsam genutzten Media Impact mit dem Digitalvermarkter Ad Alliance. "Durch die Kooperation entsteht mit Blick auf Reichweite und Qualität das größte digitale Vermarktungsangebot in Deutschland mit monatlich rund 50 Millionen Nutzern", teilte Springer mit.

Zu den Zugpferden des Konzerns gehören die unter Classifieds Media zusammengefassten Anzeigenportale, wie der Jobvermittler Stepstone und die Immmobilienplattformen Immonet.de, Immowelt.de und Immoweb.de. Zuletzt erhöhte der Axel Springer seine Anteile an der britischen Immobilienplattform Purplebricks von 12,4 auf 26,6 Prozent, was sich Springer rund 49 Millionen Euro Kosten ließ. Auch in anderen Ländern ist der Medienkonzern im Anzeigenbereich vertreten. So sind die Berliner mit dem Immmobilien-, Auto- und Kleinanzeigenportal Yad2 beispielsweise in Israel aktiv.

Frisches Kapital für Zukäufe?

Über eine Übernahme des Kleinanzeigengeschäfts von Ebay - zu dem Ebay-Kleinanzeigen und Mobile.de gehören - wurde zudem spekuliert. Hier hat sich aber auch schon der Onlinemarktplatzbetreiber Scout24 in Stellung gebracht. Das treibt den Wert nach oben: In der Branche wird über einen Kaufpreis in Höhe von rund zehn Milliarden US-Dollar spekuliert. Axel Springer kommt derzeit selbst nur auf einen Börsenwert von umgerechnet rund 6,7 Milliarden US-Dollar und könnte daher einen finanzkräftigen Investor an der Seite gebrauchen.

Springer-Aktie mit Kurssprung

Der im Raum stehende Einstieg von Investor KKR sorgte bei Springer seit Ende Mai für einen Kurssprung um etwa ein Fünftel auf über 55 Euro. Diesen Wert hatte die Aktie zuletzt im Dezember 2018 erreicht.

Der Jahresbeginn war für Springer dagegen wenig erfreulich verlaufen. Nach einem Start im Januar bei knapp 50 Euro fiel die Aktie Ende März auf ein Tief von 44,10 Euro zurück. Auf längere Sicht zeigt der Trend deutlich nach unten. Der Höchststand von 74,40 Euro im Februar 2018 ist jedoch noch weit entfernt.

Im Vergleich zu europäischen Mitbewerbern schnitt die Springer-Aktie in der Sicht auf zwölf Monate unterdurchschnittlich ab. Während der Branchenindex Stoxx Europe 600 Media etwa 2,7 Prozent zulegte, gab die Aktie der Berliner im selben Zeitraum um elf Prozent nach.

Mit Material von dpaAFX.

Sechs-Monats-Chart Axel Springer in Euro
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