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Axel Springer: Jetzt liegt ein Angebot vor

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Medienkonzern Axel Springer will sich wie erwartet den US-Finanzinvestor KKR an Bord holen. Die Amerikaner legten ein Übernahmeangebot vor und wollen zusammen mit der Großaktionärin Friede Springer und dem Vorstandschef Mathias Döpfner die Gesellschaft kontrollieren.

Mit seiner Offerte bietet KKR 63 Euro je Springer-Aktie -0,02% in bar, am Vorabend schloss die Aktie bei einem Kurs von 56 Euro. Dass KKR über einen Einstieg bei dem Konzern verhandelt, war bereits bekannt. KKR strebt eine Mindestannahmequote von 20 Prozent an.

Springer-Chef Mathias Döpfner betonte die Entwicklungsperspektiven. "Durch die strategische Partnerschaft mit KKR könnten wir erhebliche Wachstumschancen ergreifen, da wir uns zusätzliche finanzielle Ressourcen erschließen und uns zugleich von der reinen Fokussierung auf kurzfristige Finanzziele lösen", sagte er laut Mitteilung.

Döpfner hatte das Unternehmen in den vergangenen Jahren immer stärker auf die Veränderungen durch die Digitalisierung eingestellt. Axel Springer wolle "ein weltweit führender Anbieter von digitalem Journalismus und digitalen Rubrikenangeboten werden", hieß es. Neben den Onlineangeboten von "Welt plus" und "Bild plus" verfügt das Unternehmen über eine Reihe an digitalen Anzeigenplattformen, wie etwa das Jobportal Stepstone oder die Immobilienplattformen immowelt.de, immonet.de und immoweb.de.

Der unter dem Spartennamen Classifieds Media zusammengefasste Unternehmensbereich soll weiter ausgebaut werden. Zuletzt wurde etwa über ein Interesse Springers am Kleinanzeigengeschäft von Ebay spekuliert. Solche teuren Investitionen könnten mit dem Einstieg von KKR erleichtert werden, worauf Analysten bereits hingewiesen hatten.

Die Familie des "Bild"- und "Welt"-Gründers Axel Springer hält eine Mehrheit an dem im MDax börsennotierten Unternehmen. Friede Springer kontrolliert den Medienkonzern, sie hält 37,5 Prozent über die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik. Dazu kommt ein direkt gehaltener Anteil von 5,1 Prozent. Ihr Vertrauter Mathias Döpfner selbst hält 2,8 Prozent. Zusammen sind Friede Springer und Döpfner mit 45,4 Prozent beteiligt. Die Enkelkinder des Verlagsgründers Axel Springer, Axel Sven und Ariane Melanie, halten zusammen 9,8 Prozent.

Mit Material von dpaAFX.

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