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Bafin-Chef warnt vor Schwierigkeiten bei grenzüberschreitenden Banken-Fusionen

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Bafin-Chef Felix Hufeld hat Politik und Banken vor einer blinden Begeisterung für grenzüberschreitende Fusionen zwischen Kreditinstituten gewarnt. "Man sollte die Komplexitäten, die mit einem Cross-Border-Merger einhergehen, nicht unterschätzen", sagt der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Freitag bei einer Fachkonferenz der "Börsen-Zeitung" in Frankfurt. Man könne zwar von "europäischen Champions" schwärmen, aber das sei nicht die Intention der Aufsichtsbehörde. "Wir sind die etwas sauertöpfischen Spielverderber, die sagen, dass es unterhalb einer Industriepolitik noch ganz viel Gestrüpp gibt", sagte Hufeld.

Rund um die Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank +0,34% und Commerzbank +0,15% hatten Äußerungen aus der Bundesregierung für Aufsehen gesorgt. So warben Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, seit Sommer 2018 ungewöhnlich lautstark für starke deutsche Banken. Zudem arbeitet Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an einem Konzept zur Industriepolitik, bei dem es auch um die Schaffung "nationaler wie europäischer Champions" geht.

Nachdem Deutsche Bank und Commerzbank ihre Fusionsidee Ende April beerdigt haben, sind mögliche Zusammenschlüsse mit anderen Instituten nicht vom Tisch. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hatte Ende April gesagt, sein Institut wolle bei einer Konsolidierung unter Europas Kreditinstituten in den kommenden Jahren "nicht nur zusehen, sondern auch Akteur sein".

An der Commerzbank sollen Medienberichten zufolge die niederländische Großbank ING -0,19% und die italienische HVB-Mutter Unicredit Interesse gezeigt haben. Commerzbank-Chef Martin Zielke sagte jedoch jüngst, es habe von der ING keine konkreten Angebote zu Verhandlungen über einen Zusammenschluss gegeben. Die Unicredit wies Behauptungen zurück, denen zufolge sie Investmentbanken für eine mögliche Übernahme der Commerzbank beauftragt habe.

Auch in der Branche gibt es Zweifel, ob Fusionen zwischen Instituten aus verschiedenen europäischen Ländern besonders gewinnbringend wären. Der Chef der französischen Bank Credit Agricole +0,68%, Philippe Brassac, warnte vor Kurzem davor, dass grenzüberschreitende Übernahmen in der Branche "unglaublich schwierig und unglaublich kompliziert" seien. Der Chef der Pariser Konkurrentin BNP Paribas +0,30%, Jean-Laurent Bonnafé, hatte Spekulationen über ein Interesse an der Commerzbank bereits im Herbst eine deutliche Absage erteilt./stw/fba/mis


Quelle: dpa-AFX
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