DAX ®12.342,33-1,01%TecDAX ®2.828,07-1,41%Dow Jones26.987,15+0,19%NASDAQ 1007.834,45+0,14%
finanztreff.de

Bank-Aktien im Ausverkauf: Deutsche und Commerzbank setzen Talfahrt fort

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Angesichts der weltweit zunehmenden Krisen und der Furcht vor einer weiteren Konjunktureintrübung verabschieden sich die Anleger zunehmend von ihren Bank-Aktien. Der europäische Bankensektor - ablesbar am Stoxx Europe 600 für Banken -2,12% - rutschte am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit Herbst 2011.

 Im DAX -1,01% gehörten die Aktien der Deutschen Bank -3,46% am Mittag mit minus drei Prozent zu den größten Tages-Verlierern. Sie näherten sich bis auf wenige Cent ihrem Rekordverlaufstief bei 5,801 Euro von Anfang Juni 2019.

Den tiefsten Stand ihrer Börsengeschichte haben die Aktien der Commerzbank -7,50% bereits erreicht beziehungsweise unterschritten. Am Donnerstag markierten sie im MDAX -1,18% bei 4,76 Euro ein neues Allzeittief.

Am Markt dominieren unverändert konjunkturelle Risiken den Blick der Investoren auf den Bankensektor. Nicht zuletzt wegen der globalen Handelsstreitigkeiten dürften die großen Notenbanken die Leitzinsen niedrig halten - oder die Geldpolitik sogar noch mehr lockern. Niedrige Kapitalmarktzinsen erschweren den Geldhäusern die Geschäfte im Handel mit festverzinsten Wertpapieren, eine schwache Konjunktur bremst zudem die Kreditnachfrage. Auch drohen im im Falle einer Konjunkturkrise vermehrt Ausfälle von bereits vergebenen Krediten.

Bundesanleihen beispielsweise werfen mittlerweile über alle Laufzeiten hinweg negative Renditen ab. Selbst Papiere mit 30 Jahren Laufzeiten rentierten zuletzt im Minus.

Sechs-Monats-Chart Deutsche Bank (in Euro)

Bei der Deutschen Bank endet nun allmählich die Zeit des Aufsichtsratsvorsitzenden, Paul Achleitner. Verschiedene Medien berichten, dass er auf der Suche nach einem Nachfolger sei. Mitten in der turbulenten Zeit mit großen Umstrukturierungen, Veränderungen in der Geschäftsführung und einem fallenden Aktienkurs will er nun der Kritik der Anteilseigner an seiner Nachfolgeplanung nachgeben, meldete etwa die Agentur Bloomberg. Dennoch beabsichtige Achleitner, bis Mai 2022 im Amt zu bleiben. Dann endet sein Vertrag.

Während Achleitners siebenjähriger Amtszeit fiel der Aktienkurs der Deutschen Bank um etwa 75 Prozent. Hieran trägt er sicher eine Mitschuld, schreibt DER AKTIONÄR. Dass er vor Ablauf seiner Amtszeit im Jahr 2022 abtritt, erscheint aber unwahrscheinlich - außer der Druck auf ihn nimmt zu. Das sollte vom Erfolg des jüngsten Strategieschwenks abhängig sein. Bei Analysten und am Markt kommt die neue Strategie bislang nicht gut an.

Die Deutsche Bank sucht einem Insider zufolge auch einen neuen Personalchef. Die bisher für den Bereich zuständige Managerin Pippa Lambert werde die Bank demnächst verlassen.  (mmr)

Schlagworte:
, , , , , , , ,
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
Long  DC3APQ Dt.Bank WaveUnlimited S 7.9571 (DBK) 6,529
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Werbung

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 39 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen