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BASF-Aktionäre aufgepasst: "Hohe Unsicherheit"

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

BASF rechnet mit deutlichen Belastungen durch den neuartigen Coronavirus. Der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2020 lässt daher zu wünschen übrig.

"In diesem Jahr erleben wir bereits in den ersten beiden Monaten eine hohe Unsicherheit in der Weltwirtschaft", sagte Unternehmenschef Martin Brudermüller bei Vorlage der Jahreszahlen am Freitag in Ludwigshafen. Mit dem Coronavirus sei ein neuer Faktor hinzugekommen, der das Wachstum am Jahresanfang vor allem in China erheblich belaste.

Eine geringere Nachfrage und Produktionsausfälle in vielen Branchen seien Folgen der Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Virus. So blieben zahlreiche Fabriken in China über das Neujahrsfest hinaus geschlossen oder produzierten in geringerem Umfang. Vor allem im ersten und zweiten Quartal rechnet die BASF mit negativen Effekten. Zudem erwarte er nicht, "dass die Corona-Effekte im Jahresverlauf vollständig ausgeglichen werden können", fügte Brudermüller hinzu.

Dennoch will BASF im laufenden Jahr nach einem Umsatzrückgang 2019 wieder wachsen. Die Erlöse sollen 2020 auf 60 Milliarden bis 63 Milliarden Euro steigen nach 59,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Für das Ebit peilt das Unternehmen im laufenden Jahr 4,2 Milliarden bis 4,8 Milliarden Euro an nach einem Rückgang um 28 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro 2019.

So reagiert der Markt

Allerdings hatten Analysten im Durchschnitt mehr auf dem Zettel – bei den Schätzungen ist jedoch die jüngste Corona-Entwicklung teilweise noch nicht enthalten. Das vierte Quartal sei zwar besser ausgefallen als befürchtet, schrieb Analyst Markus Mayer von der Baader Bank in einer Studie. Der Ausblick des Chemiekonzerns auf 2020 impliziere jedoch ein 10-prozentiges Abwärtsrisiko für die Marktschätzungen. Auch die UBS und Goldman Sachs sehen in dem schwächer als erwarteten Ausblick eine Enttäuschung.

Der Aktienkurs von BASF -0,61% fiel am Vormittag um 4,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit 2012. Damit hat die BASF-Aktie auch die Unterstützung bei 55,80 Euro durchbrochen und den seit 2018 bestehenden Abwärtstrend nochmals deutlich beschleunigt.

Mit Material von dpaAFX.

Bildquelle: BASF Geschäftsbericht
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