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Baubranche mit kräftigem Umsatzplus

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Quelle: dpa-AFX

In der Baubranche herrscht noch immer Hochkonjunktur. In den ersten Monaten dieses Jahres legten die Umsätze erneut deutlich zu. Es häufen sich jedoch Anzeichen, dass das Geschäft an Fahrt verliert.

Wiesbaden (dpa) - Die Baukonjunktur in Deutschland brummt. Im Mai dieses Jahres erzielten die größeren Betriebe des Bauhauptgewerbes 9,8 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt berichtete.

«Wie man den Daten entnehmen kann, geht der Bauaufschwung weiter. Die immer noch hohen Bestände kommen nach wie vor sukzessive bei den Umsätzen an», teilte eine Sprecherin des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie mit.

In den ersten fünf Monaten des Jahres wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sogar um 11,5 Prozent. Sowohl der Hoch- als auch der Tiefbau und die Spezialgewerke konnten von der guten Entwicklung profitieren. Die Betriebe stellten weiterhin ein: Die Beschäftigtenzahl im Mai lag 2,2 Prozent über dem Wert aus dem Jahr 2018.

Die Auftragslage des seit Jahren boomenden Baugeschäfts scheint sich indes etwas einzutrüben. Im Mai sank der Auftragseingang um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch im Vorjahresvergleich stand der Mai mit 2,1 Prozent weniger Auftragseingängen schlechter da. Ausschlaggebend ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das aktuell hohe Preisniveau für Bauleistungen.

Dieter Babiel, Geschäftsführer vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, sieht in den aktuellen Zahlen keinen Grund zur Panik: «Diese vergleichsweise schwache Entwicklung ist aber auch darauf zurückzuführen, dass wir mittlerweile ein hohes Auftragsniveau erreicht haben.» Aufgrund der großen Bestände seien die Bauunternehmen nach wie vor gut ausgelastet.

Das Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) in München rechnet trotz der Auftragsrückgänge im kommenden Jahr mit einem Anstieg der Bauinvestitionen von etwa drei Prozent.

Noch stütze die Bauindustrie die schwächelnde Gesamtwirtschaft, sagte Babiel. Auf lange Sicht könne sich die Branche aber nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung lösen. Die bereits sichtbare Investitionszurückhaltung durch Handelskonflikte und den Brexit werde auch auf die Baubranche durchschlagen.

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